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Milton Ray Hartmann gründete am 14. Juni 1921 die gemeinnützige Genossenschaft «Schweizer Schul- und Volkskino» (SSVK). Er hatte das Potenzial des damals neuen Mediums Film erkannt. Mit Kofferkinoapparaten machte er es den Schulen schweizweit zugänglich – eine Pionierleistung in der Erschliessung neuer Technologien für die Bildung.

Rasche technische Neuerungen haben die Genossenschaft immer wieder an ihre finanziellen Grenzen gedrängt. Dem 35-Millmeter-Format folgten 1923 kurz aufeinander die neuen Formate in 16 und 9,5 Millimetern, 1932 die Filmbreite von 8 Millimetern und 1965 schliesslich das Super-8-Format. Parallel zu diesem Wettlauf der analogen Technologien keimte das digitale Zeitalter. 1958 bauten Jack Kilby und Robert Noice unabhängig voneinander die ersten integrierten Schaltkreise.

Im gleichen Jahr schuf Milton Ray Hartmann die «Stiftung zur Förderung des Kultur-, Dokumentar- und Unterrichtsfilms». Damit wollte er seiner inzwischen bald 40-jährigen Genossenschaft und ähnlichen gemeinnützigen Organisationen im öffentlichen Interesse eine dauerhafte Finanzierung sichern. Diesen Zweck hat die Stiftung im Zug des technologischen und gesellschaftlichen Wandels aufrechterhalten und laufend den veränderten Bedingungen angepasst. Heute unterstützt die Stiftung innovative Digitalisierungsprojekte in Schule und Unterricht.

Genesis der Fachagentur

Ende der 1980er Jahre nahm das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA, heute SBFI) mit der Genossenschaft Verhandlungen für die Gründung einer Fachstelle Informatik im Bereich Bildung auf. So entstand 1989 die Schweizerische Fachstelle für Informationstechnologien im Bildungswesen (SFIB). Die EDK wurde kurz darauf eine weitere Partnerin. 2003 folgte der Schweizerische Bildungsserver (SBS) als nationale Informations-, Lern- und Arbeitsplattform.

Per 1. Januar 2017 überführten die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) den SBS und die SFIB in die Schweizer Fachagentur für ICT und Bildung unter der damals bereits etablierten Marke educa.ch.

Seit dem 1. Januar 2021 arbeitet die Fachagentur als öffentlich-rechtliche Institution mit einem rundum erneuerten Auftritt. Am 14. Juni 2021, dem Gründungstag, wurden die formellen Schritte zur Auflösung der Genossenschaft und zum künftigen Verhältnis zwischen der Fachagentur und der Milton Ray Hartmann-Stiftung vollzogen. Die Jubiläumsfeier mit dem Bühnenstück «Kofferkino» besiegelte den Übergang in die neue Konstellation.

Unverändert ist die ausgeprägte Bereitschaft, Vertrautes zu hinterfragen und Unbekanntes zu wagen. Mut zum Ungewissen, Vorstellungskraft und Gestaltungswille sind Grundvoraussetzungen dafür. Ihnen sind alle Mitarbeitenden von Educa verpflichtet.

Jahresberichte der Genossenschaft

Jahresbericht 2020 pdf, 9.42 MB
Jahresbericht 2019 pdf, 322.31 KB
Jahresbericht 2018 pdf, 293.29 KB
Jahresbericht 2017 pdf, 338.25 KB