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Schulisches Umfeld

Die Schulen sind von diesem Thema besonders betroffen, da sie täglich eine Vielzahl von Daten sammeln und generieren:

  • das Wissen, das die Lehrpersonen mit ihren Schülerinnen und Schülern teilen und austauschen, und die Ideen, die diese im Laufe ihres Lernens entwickeln;
  • Informationen, die von Lehrpersonen oder Schulen aus administrativen und organisatorischen Gründen gesammelt werden;
  • von den Anbietern gesammelte Daten über Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und Schulen.

Im Laufe eines Schuljahres werden einige dieser Informationen an Behörden, Eltern und andere Interessengruppen im Bildungsbereich weitergegeben. Die Datenerhebung und -verarbeitung in digitaler oder analoger Form sowie die Bereitstellung, Nutzung, Übertragung, Datenspeicherung und Datenschutz gehören zu den Aufgaben der Schule, ebenso wie deren Aufbewahrung, Archivierung und Vernichtung.

Risiken

Um Online-Dienste zu Nutzen überträgt ein Einzelner eine beeindruckende Menge von Daten. Dies häufig ohne es selber zu merken. Ein Vorteil für Unternehmen, die damit zum Beispiel das Kaufverhalten verschiedener Käuferschichten ermitteln oder ihre Algorithmen speisen, um weiterführende Erkenntnisse zu gewinnen. Jedoch bestehen hier verschiedenste Risiken, wie Sicherheits-Lücken in den Web-Anwendungen, Datenlecks beim Betreiber, ungenügende Löschung von Personendaten, Erhebung von Daten über den Zweck hinaus etc. Die Spätfolgen sind dabei kaum absehbar. Bei unzweckmässiger Bearbeitung sind beispielsweise Diskriminierungen und Einschränkungen bei der Wahl der Ausbildung und des Berufs denkbar.

Potenzial

Die Analyse des Lernens auf der Grundlage von Big Data in Kombination mit leistungsfähigen Algorithmen, die den Fortschritt der kognitiven Wissenschaften berücksichtigen, bietet die Möglichkeit, die Lehr- und Ausbildungswege individuell anzupassen. Es ermöglicht auch, die Angebote entsprechend dem Profil des Lernenden an dessen Bedürfnisse anzupassen und die Entwicklung neuer Anwendungen. Die digitale Revolution ist daher eine Gelegenheit, die Dinge im Bereich der Bildung, aber auch beim Datenschutz zu überdenken.

Herausforderungen

Die vom Bildungssystem erzeugten Daten und ihr Potenzial sollen transparent, innovativ und effizient im Sinne einer guten Data Governance genutzt werden können. Insbesondere im Bezug auf:

  • die Entwicklung und Personalisierung von Lehren und Lernen,
  • so dass Marktteilnehmer ihr Angebot an die Bedürfnisse und Erwartungen des Bildungssystems anpassen können.

Informationsmaterial zu Datennutzung und Datenschutz

Wir bieten eine Sammlung von Merkblättern, Leitfäden, gesetzlichen Grundlagen und weiteren Inhalten aus allen Kantonen sowie von kantonsübergreifenden Quellen.

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Inzwischen hat die fortschreitende digitale Transformation völlig neue Geschäftsmodelle und neue Wechselwirkungen innerhalb und ausserhalb des Bildungssystems generiert. Die Fokussierung auf einzelne Dienste bzw. Dienstanbieter wird den Anforderungen nicht länger gerecht. Darum schliessen wir vorerst keine neuen Rahmenvereinbarungen (ehemals «Rahmenverträge» genannt) ab.

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