Wir sind durch den Bund (SBFI) und die Kantone (EDK) mandatiert, mit privaten Anbietern Rahmenverträge für Institutionen der obligatorischen Schule und der Sekundarstufe II sowie der Höheren Berufsbildung (ISCED: 020–4; 6/7) abzuschliessen.

Schulen müssen Produkte rechtskonform und zu fairen Konditionen nutzen können. Rahmenverträge dienen dazu, Rechtssicherheit und vorteilhafte kommerzielle Bedingungen zu schaffen. Regelungsbedarf besteht oft bei rechtlichen Aspekten wie der Gerichtsbarkeit, dem Datenschutz, den Haftungsbedingungen oder dem Mindestalter.

Im föderal strukturierten und mehrsprachigen Bildungssystem der Schweiz ist die Marktbearbeitung aufwändig. Einen Rahmenvertrag auf nationaler Ebene verhandeln Anbieter nur mit einem Ansprechpartner, im Gegensatz zu Einzelverträgen die jeweils mit kantonalen oder kommunalen Beschaffungsstellen zu vereinbaren sind.

Rahmenverträge bieten die Möglichkeit, Vertriebsbedingungen an die Bedürfnisse des Schweizer Bildungswesens anzupassen und einheitlich zu regeln. Mit der Aggregation des Bedarfs kann zudem der Umsatz pro Vertrag steigen und es entfällt administrativer Aufwand. Auch bestehen kommunikative Mehrwerte, da bei der Marktbearbeitung auf den Rahmenvertrag verwiesen werden kann.

Voraussetzungen und Methodik

Rahmenverträge dienen nicht dazu, den Markteintritt zu vereinfachen. Die Verhandlung eines Rahmenvertrags ist mit entsprechendem Aufwand verbunden, weshalb wir folgende Bedingungen für einen Eintritt in Verhandlungen voraussetzen:

  • Schweizer Gerichtsbarkeit
  • Teilnahmekriterien gemäss Auftraggeber
  • Nachgewiesener Bedarf (Richtwerte: mind. 20 Schulen, resp. 10’000 Nutzende/Lizenzen)
  • Standardisiertes Angebot, verfügbar in mind. zwei Landessprachen

Ist ein Bedarf nachgewiesen, werden die konkreten Bedürfnisse bezüglich die Bezugsbedingungen analysiert und entsprechende Erwartungen an den Anbieter adressiert. In diesem Schritt beziehen wir Partner aus dem Netzwerk der Bildungsinstitutionen ein.

Ist die Erwartungshaltung geklärt, findet ein Sondierungsgespräch zwischen den Parteien statt. Dabei gilt es die Rahmenbedingungen für die Verhandlung festzulegen.

Einigen sich die Parteien hierzu, folgt die eigentliche Verhandlung, wobei Zwischenergebnisse jeweils im Netzwerk reflektiert werden. Ein abschliessendes Verhandlungsergebnis wird durch die Rechtskonsulate der Auftraggeber EDK und SBFI validiert.

Anschliessend kann der Vertrag unterzeichnet und das Ergebnis kommuniziert werden. Der Verlauf der Nachfrage wird periodisch evaluiert und falls erforderlich Anpassungen vorgenommen.

Verhandlungsprozess Rahmenverträge visualisiert

Verhandlungsprozess visualisiert

Ein Rahmenvertrag bedeutet keine Exklusivität: Wir behalten uns vor, mit weiteren Anbietern Vereinbarungen abzuschliessen. Bildungsinstitutionen können selber entscheiden, ob sie einen Educa-Rahmenvertrag nutzen und/oder mit dem Anbieter abweichende Vereinbarungen treffen wollen.

Markttransparenz

Um den verantwortlichen Personen in den Schulen und Schulverwaltungen bei der Suche und Auswahl von Arbeits-, Organisations-, Lern-, Kommunikations- und Kollaborations-Werkzeuge eine Orientierungshilfe zu bieten, stellen wir eine Übersicht mit Anwendungen für den Unterricht zur Verfügung.

Möchten Sie Ihr Produkt ebenfalls auf dem Navigator präsentieren?

Weitere Informationen sowie den Request for Information (RFI) finden Sie auf der Seite des Navigators.

Kontakt

Inhaltliche und rechtliche Fragen zu Rahmenverträgen richten Sie bitte an:

Educa
Simon Graber
Tel. +41 31 300 55 30
E-Mail