Individuelle Bildungsangebote, Unterstützungsmassnahmen, Steuerungswissen: Immer bilden Daten die Grundlage für gezielte und rasch wirksame Massnahmen auf allen Ebenen des föderalen Bildungssystems. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) setzen sich gemeinsam für klare Regeln für den Umgang mit Daten in der Bildung ein. Das erklärte Ziel: Eine schweizweite Datennutzungspolitik (mit Schwerpunkt: Volksschule und Sekundarstufe II) sorgt im Rahmen des existierenden Datenschutzes für einen sicheren und ethisch angemessenen Umgang mit Daten im Bildungswesen und ermöglicht ihre gezielte Nutzung.

Auf dem Weg zu einer schweizweiten Datennutzungspolitik im Bildungsraum

Im Auftrag des des Bundes (SBFI) und der Kantone (EDK) haben wir den Grundlagenbericht «Daten in der Bildung – Daten für die Bildung» verfasst. Dieser identifiziert Handlungsfelder und formuliert Entwicklungsansätze.

Darauf aufbauend haben uns Bund und Kantone im Juni 2021 mit der Entwicklung einer Datennutzungspolitik für den Bildungsraum Schweiz beauftragt (Beschlussdokument). Diese Arbeit ist Teil des Aktionsfeldes «Bildung, Forschung und Innovation» der Strategie Digitale Schweiz sowie der Digitalisierungsstrategie der EDK.

Daten bewusst nutzen

Mit der Entwicklung einer Datennutzungspolitik (2022–2025) schaffen wir einen schweizweit kohärenten Rahmen für die gezielte und vertrauensvolle Nutzung von Daten im Bildungsraum. Für die Umsetzung werden folgende Dienstleistungen aufgebaut:

  • ein Programm zur Realisierung von Datennutzungsprojekten
  • eine Anlaufstelle für Datennutzungsfragen (Support- und Beratungsleistungen)
  • einen gezielten Erkenntnistransfer zuhanden der Entscheidungsträger

Im Rahmen des Programms werden 10 Projekte fachmethodisch begleitet und gegebenenfalls durch die Bereitstellung von Infrastrutkur unterstützt. Die Projekte leuchten die zentralen rechtlichen, ethischen, sicherheitsspezifischen und technischen Aspekte des Umgangs mit Daten in der Bildung aus, um konkrete Grundlagen zur Regulierung zu erarbeiten. Ziel ist es, in Zukunft durch eine gezielte Datennutzung einen klaren Mehrwert für das Bildungswesen zu schaffen.
Zeitplan

Seit dem 1. Juli 2021 befinden wir uns in der Aufbauphase der Anlaufstelle und des Programms.

Ab dem 1. Juli 2022 wechseln wir in den Betriebsmodus.

  • Die Anlaufstelle beantwortet ab diesem Zeitpunkt Fragen zu Datennutzung und Datenschutz.
  • Projekte für das Programm können ab dem 1. Juli über ein Gesuchsformular eingereicht werden.

Folgende Punkte bilden die Voraussetzung zur Teilnahme am Programm:

  • Das Projekt muss bereits finanziert sein.
  • Das Projekt muss einen Bildungsbezug zur Schweiz haben.

Die Projekte werden anschliessend gemäss Bewertungskriterien durch uns beurteilt. Projekte werden laufend ins Programm aufgenommen.

Bei Interesse ein Projekt einzureichen, stehen wir gerne unter data@educa.ch zur Verfügung.

Im Newsletter «Datennutzung» informieren wir regelmässig über die Entwicklung einer Datennutzungspolitik sowie über Neuigkeiten aus dem Bereich Datennutzung.

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