Vertragsinhalte

Rechtliche Aspekte

Die mit Google ausgehandelte und von der Genossenschaft educa.ch unterzeichnete Vereinbarung inkl. Anhänge (nachfolgend Rahmenvertrag) verfügt über folgende Besonderheiten:

  • Zweck

    Der Rahmenvertrag regelt die vertraglichen Bedingungen beim Bezug und der Nutzung der Google G Suite Enterprise for Education, einem Dienste-Paket für den Einsatz im Bildungskontext. Er regelt ökonomische Bedingungen und bietet teilnahmeberechtigten Bildungseinrichtungen unabhängig ihrer Grösse einheitliche Konditionen bei der Subskription von Diensten. Dabei werden die vertraglichen Grundlagen für eine rechtskonforme Nutzung der Google G Suite Enterprise for Education geschaffen.

  • Geltendes Recht und Gerichtsstand

    Als eine zentrale Errungenschaft des bestehenden Rahmenvertrags kann bewertet werden, dass auf das Vertragsverhältniss zwischen der Bildungsinstitution und Google Irland, Schweizer Recht und Gerichtsstand Bern zur Anwendung kommen.

  • Datenschutz

    Die Nutzung von Onlinediensten setzt voraus, dass Daten der Benutzenden auf Rechnersystemen von Auftragsnehmern – in diesem Fall der Google Ireland Limited – verarbeitet werden. Privatim hat die datenschutzrechtliche Situation evaluiert und Empfehlungen ausgesprochen. Informationen zu den organisatorischen und technischen Massnahmen veröffentlicht der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich in einem eigens von ihm erstellten Leitfaden.

  • Datenstandort

    Ein wichtiges Kriterium ist der Standort, an dem ruhende Daten gespeichert sind. Die Nutzung der Google G Suite Enterprise for Education stellt sicher, dass Datenstandorte innerhalb der Europäischen Union gewählt werden können.

  • Werbung, Marketing

    Auf persönlicher Ebene: In den Hauptdiensten von G Suite for Education gibt es keine Werbung und die personenbezogenen Daten von Lernenden werden nicht verwendet, um Werbeprofile für zielgerichtete Anzeigen zu erstellen.

    Auf institutioneller Ebene: Google behält sich vor den Namen oder das Markenkennzeichen einer Bildungseinrichtung in eine Liste mit Google-Kunden im Internet oder zu Werbezwecken aufzunehmen. Google darf mündlich auf die Bildungseinrichtung als Kunde der Produkte oder Dienste von Google verweisen.

  • Haftung

    Die Haftungsbeschränkungen des Anbieters wurden gegenüber dem Standardvertrag wesentlich zu Gunsten der Schulen verbessert. Die Verantwortung zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen verbleibt in jedem Fall bei der Bildungsinstitution.

  • Mindestalter

    Die Schweizer Gesetzgebung benennt kein konkretes Mindestalter, sondern besagt, dass eine Nutzung mit dem Erreichen der Urteilsfähigkeit gemäss Art. 16 ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch ohne elterliche Zustimmung zulässig ist. Im Vertrag konnte dies entsprechend angepasst werden. Eltern sind über die Nutzung des Produkts zu informieren, insbesondere wenn es sich um Kinder handelt, die noch nicht urteilsfähig sind.

  • Nachprüfung Vertragserfüllung

    Die Einhaltung der vertraglichen Pflichten (Mindestbestellmengen, Korrektheit der Lizenzierung, Installation, Nutzung der Dienste etc.) fällt nicht unter die Verantwortung der Vertragsnehmerin educa.ch.

    !§ Die vollumfängliche Verantwortung für die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen obliegt der jeweiligen Bildungseinrichtung.

Ökonomische Aspekte

Die mit Google ausgehandelte und von der Genossenschaft educa.ch unterzeichnete Vereinbarung inkl. Anhänge (nachfolgend Rahmenvertrag) verfügt über folgende rechtliche Besonderheiten:

  • Dienste

    Google G Suite for Education ist in zwei Versionen verfügbar. Ein rechtskonformer Einsatz lässt sich nur durch die Nutzung der zusätzlich in der Google G Suite Enterprise for Education verfügbaren Dienste erreichen. Aus diesem Grund wurde ein Rahmenvertrag für dieses Dienste-Paket vereinbart.

  • Lizenzmetrik

    Die Lizenzierung erfolgt nach der Anzahl Angestellten (Nutzer). Angestellte sind Personen, die in einem Teilzeit- oder Vollzeit-Pensum in der Bildungsinstitution arbeiten und G Suite Enterprise for Education nutzen.

  • Vergünstigungen für Lernende

    Lernende nutzen die Dienste grundsätzlich lizenzkostenfrei. Google gewährt für jede Lizenz für Angestellte 10 kostenfreie Lizenzen für Schülerinnen und Schüler. Das Verhältnis von Angestellten zu Lernenden darf den Faktor 1:10 nicht übersteigen. Trifft dies ein, müssen entsprechend Lizenzen zusätzlich bestellt werden.

  • Richtpreise

    Die Vereinbarung stellt sicher, dass Bildungsinstitutionen während der Laufzeit des Vertrags (01.04.2020 – 30.03.2023) eine Preisgarantie erhalten. Der Richtpreis beläuft sich auf € 4 pro Nutzer und Monat.

    Google hat ein bestehendes Aktions-Angebot bis 31. Juli 2020 verlängert. Bildungsinstitutionen können bis zu diesem Datum G Suite Enterprise for Education zum Richtpreis von €2 pro Nutzer und Monat lizenzieren. Bedingungen sind, dass alle Angestellten lizenziert werden und ein Vertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren unterzeichnet wird.

    Preise werden zwischen der Bildungsinstitution und dem jeweiligen Wiederverkäufer vereinbart. educa.ch hat keinen Einfluss auf die Preisgestaltung der Handelspartner gegenüber den Schulen. Es liegt aber in der Verantwortung der Schulen, entsprechende Offerten einzufordern.

  • Mindestbezugsmenge

    Wenn die Bildungseinrichtung alle Angestellten die mit Google G Suite Enterprise for Education arbeiten lizenziert, fallen keine Mindestbezugsmengen an. Entscheidet sich die Schule nur gewissen Angestellten einen Zugang zu den Diensten zu gewähren, muss sie mindestens 50 kostenpflichtige Lizenzen erwerben.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 17.08.2020

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