Vertragsinhalte

Besonderheiten des Rahmenvertrags

  • Voraussetzungen für eine rechtskonforme Nutzung

    Auf Einzelverträgen, die durch Schulen bei einem Beitritt zum Rahmenvertrag abgeschlossen werden, kommt schweizerisches Recht mit Gerichtsstand in Bern zur Anwendung. Damit ist eine der zentralen rechtlichen Anforderungen auf Rahmenvertragsebene erfüllt.

  • Datenschutzkonforme Nutzung

    Die Datenbearbeitung im Auftrag setzt voraus, dass Daten der Nutzerinnen und Nutzer auf Rechnersystemen von Auftragsnehmern – in diesem Fall Microsoft Ireland Operations Ltd. – verarbeitet werden. privatim hat die datenschutzrechtliche Situation evaluiert und Empfehlungen ausgesprochen. Informationen zu den organisatorischen und technischen Massnahmen, die für eine datenschutzkonforme Nutzung zu treffen sind, hat der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich im «Leitfaden Office 365 im Bildungsbereich» publiziert.

    Microsoft erweitert laufend das Angebot seiner Onlinedienste. Daher gilt es zu beachten, welche Kern-Onlinedienste den Regelungen des Rahmenvertrags unterstellt sind. Eine entsprechende Liste ist im Anhang A der Bestimmungen für Onlinedienste definiert. Für Dienste, die nicht unter den Kern-Onlinediensten aufgeführt sind, kommen die Bedingungen des Rahmenvertrags nicht zur Anwendung.

    !§ Die vereinbarten Bedingungen befreien Schulen und deren Verwaltungsstellen nicht von ihrer Verantwortung, bei einem Einsatz von Online-Diensten zu prüfen, ob diese durch den Rahmenvertrag überhaupt abgedeckt sind und das vereinbarte Vertragswerk – unter Berücksichtigung der von den Schulen geplanten Nutzungszwecke – den Anforderungen des jeweiligen kantonalen Datenschutzrechts entspricht.

  • Mindestalter

    Die Schweizer Gesetzgebung benennt kein konkretes Mindestalter, sondern besagt, dass eine Nutzung mit dem Erreichen der Urteilsfähigkeit gemäss Art. 16 ZGB (Schweizerisches Zivilgesetzbuch) ohne elterliche Zustimmung zulässig ist. Eltern sind über die Nutzung der diversen Dienste zu informieren, insbesondere wenn es sich um Kinder handelt, die noch nicht urteilsfähig sind.

  • Erhebliche Kostensteigerung einplanen

    Die Anpassungen im Geschäftsmodell unter dem Programm CASA EES bzw. die Anwendung der Standardberechnung unter OVS-ES bedeuten in den allermeisten Fällen eine Zunahme der Anzahl zu beschaffenden Lizenzen und zieht damit höhere Lizenzkosten nach sich.

  • Rabatt für Übergangszeit

    Die Umstellung der Lizenzmetrik hat für die meisten Institutionen einen höheren Lizenzbedarf zur Folge. Schulen, die über den Rahmenvertrag einen CASA-EES-Beitritt für drei Jahre unterzeichnen, können unter bestimmten Bedingungen von einen Übergangsrabatt profitieren. Die Höhe der Rabatte ist abhängig vom prozentualen Anteil der Differenz zwischen VZÄ und EQU (Delta) und/oder von den gewählten Produkten. Spätestens nach dem dritten Jahr muss mit den Vollkosten (höhere Lizenzen-Zahl, keine Rabatte) gerechnet bzw. budgetiert werden.

  • Chancengerechtigkeit gewahrt

    Die in der Vereinbarung getroffenen Mindestanforderungen kommen den föderalen Strukturen des Schweizerischen Bildungswesens entgegen. Alle teilnahmeberechtigten Schulen können dank des Rahmenvertrags Microsoft-Produkte zu ähnlichen Bedingungen beziehen.

  • Lizenzbezug ausserhalb Rahmenvertrag

    Das «Cloud Solution Provider Program (CSP)» ist nicht über den Rahmenvertrag verfügbar. Damit kommen bei einem Bezug über CSP die Bedingungen des Rahmenvertrags nicht zur Anwendung. Das gleiche gilt, wenn Schulen Lizenzen direkt über Microsoft beziehen.

  • Schulische Cloud-Strategien langfristig planen

    Microsoft setzt auf ein Geschäftsmodell, bei dem Lernende die Dienste gemäss der vorliegenden Vereinbarung lizenzkostenfrei nutzen können. Es ist jedoch nicht sichergestellt, dass diese Lizenzen über die Laufzeit des vorliegenden Rahmenvertrags hinaus kostenlos bleiben. Eine Neuausrichtung des Angebots durch Microsoft wäre mit weiteren Mehrkosten verbunden. educa.ch empfiehlt generell, bereits vor dem Beschaffungsentscheid eine Ausstiegsstrategie für die gewählten Online-Dienste zu erstellen.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 09.07.2020

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