Rahmenverträge

Rahmenverträge ermöglichen Institutionen der obligatorischen Schule und der Sekundarstufe II sowie Institutionen der Höheren Berufsbildung einen kostengünstigen Bezug von Dienstleistungen sowie andererseits eine möglichst rechtskonforme Nutzung der Produkte. Damit bieten Rahmenverträge Schulen und deren Verwaltungsstellen eine vertrauenswürdige Möglichkeit, Softwarelizenzen und Onlinedienste zu einheitlichen und fairen Bedingungen zu beziehen.

Ein Rahmenvertrag befreit Schulen und deren Verwaltungsstellen nicht von ihrer Verantwortung zu prüfen, ob die darin vereinbarten Bedingungen – unter Berücksichtigung der von den Schulen geplanten Nutzungszwecke – den Anforderungen des jeweiligen kantonalen Rechts entspricht.

Bildungsinstitutionen können selber entscheiden, ob sie einen educa.ch-Rahmenvertrag nutzen und/oder mit dem jeweiligen Anbieter abweichende Vereinbarungen treffen wollen.





2020

  • Microsoft – Datenschutz

    08.01.2020 – Der Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich hat den Leitfaden «Office 365 im Bildungsbereich» aktualisiert. In der aktuellsten Version sind neu die datenschutzkonformen Massnahmen beschrieben, die bezüglich der Diagnosedaten beim Einsatz von Microsoft Office 365 ProPlus umgesetzt werden müssen.

    Die Empfehlungen stützen sich auf Ergebnisse einer Untersuchung im Auftrag des niederländischen Ministeriums für Justiz und Sicherheit. Die Firma Privacy Company führte eine Datenschutz-Folgenabschätzung für Microsoft Office ProPlus (Office 2016 MSI und Office 365 CTR) durch. Weiterführende Informationen zu identifizierten Datenschutzrisiken und empfohlene Massnahmen zu deren Senkung sind im Blogeintrag der Privacy Company einsehbar.

    Ab sofort gelten verbesserte Datenschutzbedingungen, die laut Microsoft unter anderem auf den Bedingungen basieren, welche die niederländische Regierung ausgehandelt hat. Die vorgenommenen Änderungen sind in der aktuellen Version der Microsoft Online Services Terms (OST) einsehbar.

2019

  • Adobe – Fehlende Rechtsicherheit

    12.12.2019 – Viele Bildungsinstitutionen beziehen Produkte über den Value Incentive Plan (VIP), welchem ein nicht verhandelbarer Standardvertrag nach irischem Recht zu Grunde liegt. Adobe-Produkte können unter diesem Plan nur noch mit einer persönlichen digitalen Identität genutzt werden, was datenschutzrechtliche Risiken birgt. Den Herausforderungen könnte man mit einem Abschluss eines Rahmenvertrags begegnen. Allerdings setzt Adobe als Bedingung eine grosse Erstbestellung zu einem gegebenen Zeitpunkt voraus. Dies ist nur zu erreichen, wenn mehrere Bildungsinstitutionen ihre Bestellungen koordinieren. Ob ein solches Vorgehen auf Interesse stösst, wird educa.ch Anfang 2020 klären.

  • Google – Verhandlungen laufen

    12.12.2019 – Das Ergebnis der Evaluation der datenschutzrechtlichen Bestimmungen durch Privatim fällt grundsätzlich positiv aus und bildet damit die Grundlage für die Weiterführung der Verhandlungen. Mit einem Abschluss der Verhandlungen ist nach Einschätzung von educa.ch im Verlauf des ersten Quartals 2020 zu rechnen.

  • Microsoft – Erneuerung des Rahmenvertrags | Zusatzvereinbarung für «Customer-Lockbox» | Datenstandort Office365

    12.12.2019 – Es zeichnen sich weiterhin markante Mehrkosten für kleinere und mittlere Schulen ab. Die von educa.ch ermittelten Vorschläge zu deren Abminderung blieben bisher ergebnislos. Die Verhandlungen dauern an, ein Ergebniss soll im Verlauf des ersten Quartals 2020 vorliegen.

    Am 20. November 2019 hat educa.ch zusammen mit Microsoft und Partnern aus dem Netzwerk einen Informationsanlass zum Rahmenvertrag 2020+ durchgeführt. Microsoft gewährte einen Überblick in die bevorstehenden Änderungen des Geschäftsmodells. Im Anschluss diskutierten die Bildungsakteure untereinander Herausforderungen und äusserten Erwartungen an den neuen Rahmenvertrag.

    Mit Microsoft wurde kürzlich eine Zusatzvereinbarung getroffen, um beim Bezug der Funktion «Customer-Lockbox» die Kosten zu senken. Diese Vereinbarung gilt nur unter EES-Beitritten.

    Bildungsinstitutionen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, die planen Office365 zu nutzen, können dies zukünftig auch über Data-Center in der Schweiz tun. Solche die Office365 bereits nutzen, können bei Bedarf eine Migration beantragen, die binnen 24 Monaten realisierbar sein soll. Microsoft hat zudem klargestellt, dass die Wahl der Data-Center keinen Einfluss auf die Preise hat.

  • Rahmenvertrag mit Wire

    24.09.2019 – Am 1. September 2019 haben Wire und educa.ch für die Schulen in der Schweiz einen Rahmenvertrag für den Bezug von Lizenzen unterzeichnet. Er ermöglicht die Nutzung des Messenger-Dienstes «Wire Pro» durch Lernende unter 16 Jahren, ohne dass diese die Nutzungsbedingungen verletzen.
    Medienmitteilung (PDF)

  • Messenger Wire – Rahmenvertrag

    03.09.2019 – Die Verhandlungen sind abgeschlossen, das Ergebnis wird aktuell validiert. Ein wichtiger Aspekt war das Mindestalter: Lernenden unter 16 Jahren ist es nun ermöglicht Wire Pro zu nutzen, ohne die vertraglichen Bedingungen zu verletzen. Das Angebot wird ab Mitte September über eine spezifische Webseite direkt bei Wire erhältlich sein.

  • Microsoft – Erneuerung des Rahmenvertrags

    03.09.2019 – Die Verhandlungen zur Erneuerung des aktuellen Rahmenvertrags, gültig bis Ende Juli 2020, sind angelaufen. Microsoft hat Änderungen bei den Berechnungsgrundlagen für Lizenzkosten (von Vollzeitäquivalent zu pro-Kopf-Lizenz) sowie im Produkteportfolio abgekündigt. Es ist geplant, die Bildungsinstitutionen Ende September über die ab Schuljahr 20/21 geltenden Bezugsbedingungen zu informieren.

  • «Apple School Manager»

    03.09.2019 – Von Apple liegt ein Angebot für einen Rahmenvertrag vor. Im Zentrum steht der Online-Dienst «Apple School Manager», dessen zentrale Funktion die Verwaltung digitaler Identitäten, Apps und Geräte ist. Am 1. Dezember 2019 löst dieser Dienst die bisherigen Programme für die Lizenz- und Geräteverwaltung (VPP und DEP) ab. Damit stellen sich vermehrt datenschutzrechtliche Fragen.

  • Adobe – neues Lizenz-Modell

    03.09.2019 – Die von Adobe angekündigte Umstellung auf anwenderbasierte Lizenzen bringt folgende Veränderungen mit sich: Anstelle von lokal verwalteten Installationen mit Seriennummern, braucht es zukünftig pro Benutzer eine digitale Identität, die zwingend über einen von Adobe bereitgestellten Online-Dienst verwaltet werden muss. Diese Veränderungen im Geschäftsmodell stellt die Bildungsinstitutionen vor neue Herausforderungen. Die Bereitstellung digitaler Identitäten fällt in die Verantwortung der Schulträger. Über rechtliche und ökonomische Bedingungen verhandelt educa.ch aktuell mit Adobe; mit Ergebnissen ist bis Ende Jahr zu rechnen.

Diese Seite in: Français

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 23.01.2020

Support