Grosse Sprachmodelle werden bisweilen auch als stochastische Papageien bezeichnet, also als Maschinen, die ohne zu verstehen was sie sagen, sinnvolle Inhalte wiedergeben. Während Papageien jedoch in der Regel einen gehörten Inhalt eins zu eins wiederholen, basieren Ausgaben von Sprachmodellen auf einer immensen Menge an vorher «gehörten» Daten.

Obschon die Qualität von Sprachmodellen – oder von Systemen der künstlichen Intelligenz (KI) im Allgemeinen – somit direkt von der Menge, Eignung und Verfügbarkeit von Daten abhängt, kommen Daten in der aktuellen Diskussion um KI-Systeme oft zu kurz. Im Speziellen trifft dies auf das Bildungssystem zu, in dem die fehlende Verfügbarkeit von geeigneten Daten in ausreichender Menge eine der zentralen Herausforderungen beim Einsatz von KI-Systemen darstellt.

Daher rücken wir an unserer diesjährigen Fachtagung «Educa24» am 18. September in Bern die unscheinbare Rolle von (Bildungs-)Daten in KI-Systemen in den Fokus. Entlang aller Phasen des Lebenszyklus von KI-Systemen und mit Fokus auf das Bildungssystem diskutieren Expertinnen und Experten unter anderem folgende Fragen:

  • Wo stehen Bildungsdaten potenziell zur Verfügung?
  • Wie müssen diese Daten für den Einsatz in KI-Systemen aufbereitet werden?
  • Welche Rolle kommt den Daten im Training und bei der Adaption von KI-Systemen zu?
  • Welche Daten sollen bei der Nutzung von KI-Systemen eingegeben werden?
  • Wie ist mit den Daten umzugehen, die von KI-Systemen generiert werden?

Nebst den Inputs von Expertinnen und Experten wird der Einfluss von Daten auf KI-Systeme auch in Kleingruppen praxisnah und nicht-technisch erlebbar gemacht. Dabei sollen Bedenken gegenüber KI-Systemen abgebaut, Herausforderungen aufgezeigt und die Bedeutung von Bildungsdaten beim Einsatz von KI erläutert werden. Darüber hinaus bietet die Educa24 die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichsten Personen aus dem Bildungssystem zu vernetzen und Erfahrungen rund um Daten und KI-Systeme auszutauschen. Melden Sie sich noch heute an!

Um das vorgesehene Video von Vimeo zu laden, müssen Sie die Cookies für «Analyse und Statistik» und «Komfort und Partner» erlauben.

ähnliche Beiträge

Der Staatsrat des Kantons Tessin will die Chancen, die sich durch die Digitalisierung und die neuen Technologien in den Schulen und in der Berufsbildung ergeben, nutzen und fördern. Dies ist eines der Ziele des «Legislaturprogramms für den Zeitraum 2023–2027», das der Staatsrat vorgelegt hat.

Eine Fremdsprache lernt man am besten durch Sprechen. Doch gerade im Schulalltag kommt die Sprechzeit oft zu kurz. Ein stimmbasierter Chatbot soll hier Abhilfe schaffen. Was es mit dem Projekt «Towards a Voice-based Chatbot for Language Learners (ChaLL)» auf sich hat und welche Prämissen im schulischen Kontext zu beachten sind, erklärt Co-Projektleiter Michael Geiss von der PH Zürich.

Die aktuelle Ausgabe des Open-Access-Journals #schuleverantworten widmet sich dem Thema Künstliche Intelligenz (KI). Die Beiträge gehen unter anderem folgenden Fragen nach: Wie kann KI in der Schule am besten eingesetzt werden? Wie wird KI vom Hype zum integralen Bestandteil einer Lern- und Lehrkultur?

Durch die Zusammenarbeit mit Datennutzungsprojekten können wir anhand von konkreten Fällen aus der Praxis das Ökosystem «Bildungsdaten» ausleuchten und Lösungsansätze im Spannungsfeld der verschiedenen Anspruchsgruppen testen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Trotz aller Heterogenität beschäftigen die gleichen Fragen.