Glossar Datenschutz

Besonders schützenwerte Personendaten
Daten, die sich insbesondere auf die religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugungen einer Person beziehen, sowie alle Informationen, die sich auf die Gesundheit, die Intimsphäre (z. B. Sexualität), administrative oder strafrechtliche Verfolgungen und Sanktionen beziehen.

Data Governance im Bildungssystem
Unter Data Governance versteht man eine Reihe von Prozessen, die innerhalb des Bildungssystems etabliert wurden, um die Erhebung und Verwendung von Daten zu steuern. Es geht sowohl um die Einhaltung der in der Schweiz gültigen Rechtsgrundlagen als auch der der Europäischen Union sowie um die Schaffung eines bildungsspezifischen Rahmens zur Optimierung der Datenverwendung.

Datenübertragbarkeit (Datenportabilität)
Eine betroffene Person hat das Recht, die sie betreffenden personenbezogenen Daten (z. B. Geolokalisierung, Verbrauch, persönliche Historie, E-Mails und weitere personenbezogene Daten) von einem Anbieter auf einen anderen zu übertragen. Dieses Recht besteht etwa bei den Telefonanbietern. Der derzeit diskutierte Revisionsentwurf des Datenschutzgesetzes sieht dieses Recht nicht vor, obwohl es auf europäischer Ebene existiert.

Datenverarbeitung
Jeder Umgang mit Personendaten, insbesondere das Erheben, Erfassen, Aufbewahren, Verwenden, Verändern, Bekanntgeben, Archivierung, Sichern und Vernichten der Daten.

DSGVO
Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Die neue europäische Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten gilt seit dem 25. Mai 2018 und ersetzt alle in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union geltenden Vorschriften zum Schutz personenbezogener Daten. Die neue Regelung betrifft alle Personen (Unternehmen, Personen und Behörden), die personenbezogene Daten in der Europäischen Union verarbeiten. Die Verordnung gilt auch für Unternehmen und Organisationen ausserhalb der EU, sobald sie personenbezogene Daten von Personen, die in der EU leben, verarbeiten. Sobald die DSGVO gilt, hat der Nutzer Anspruch auf die darin vorgesehenen Rechte. Einige Rechte sind in der schweizerischen Gesetzgebung bereits vorgesehen, wie das Recht auf Löschung von Daten, während andere, wie das Recht auf Datenübertragbarkeit, vorerst nur im europäischen Recht bestehen.

Metadaten
Informationen, die andere Daten definieren und beschreiben. Der Versand von Nachrichten per Instant Messaging generiert verschiedene Metadaten, die gespeichert werden: Datum und Uhrzeit des Sendens und Empfangens, Telefonnummern, Geolokalisierung etc.

Personenbezogene Daten
Informationen, die sich auf eine bestimmte Person beziehen oder diese identifizieren: Name, Telefonnummer, Post- oder E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Sozialversicherungs- oder Bankkontonummer, Bild auf einer Videoüberwachung oder Profilbild, GPS-Daten vom Mobiltelefon etc.

Privacy by default
Grundsatz, der den Nutzern datenschutzfreundliche Voreinstellungen zusichert. Dieser soll sicherstellen, dass durch Voreinstellung nur solche personenbezogenen Daten verarbeitet werden, deren Verarbeitung für den Verarbeitungszweck erforderlich ist.

Privacy by design
Grundsatz bei dem bereits während der Entwurfsphase technische und organisatorische Datenschutzmassnahmen umgesetzt werden. Ziel ist es, den Schutz der Privatsphäre sowie Datenschutzgrundsätze von Beginn an sowie während dem gesamten Lebenszyklus eines Produkts zu garantieren.

Profiling
Bewertung bestimmter Merkmale einer Person auf der Grundlage von automatisiert bearbeiteten Personendaten, insbesondere um die Arbeitsleistung, die wirtschaftlichen Verhältnisse, die Gesundheit, das Verhalten, die Vorlieben, den Aufenthaltsort oder die Mobilität zu analysieren oder vorherzusagen.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.01.2019

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