Zusammenarbeit Bund – Kantone

Das Thema Digitalisierung in der Bildung hängt zusammen mit dem Verfassungsauftrag (Art. 61a BV), der eine verstärkte Zusammenarbeit sowohl zwischen Bund und Kantonen, wie auch interkantonal, fordert. Der Bund wird durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) vertreten. Die Kantone koordinieren sich über die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), die sich aus den 26 Erziehungsdirektorinnen und -direktoren zusammensetzt.

Im Rahmen der bildungspolitischen Zusammenarbeit gewichten Bund und Kantone die mit der Digitalisierung einhergehenden Herausforderungen für das Bildungssystem in besonderem Masse, ermitteln den damit verbundenen Handlungsbedarf und tragen gemeinsam im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Qualitätssicherung und Durchlässigkeit des Bildungsraumes Schweiz bei.

Um sicherzustellen, dass sich das schweizerische Bildungssystem an die digitale Entwicklung anpasst, hat der Bundesrat das SBFI beauftragt, die Herausforderungen der Digitalisierung für Bildung und Forschung in der Schweiz vertieft zu untersuchen. Auf der Basis des Berichts «Herausforderungen der Digitalisierung für Bildung und Forschung in der Schweiz» vom Juli 2017 konnte, in Zusammenarbeit mit den Kantonen, ein Aktionsplan und Massnahmen im Bildungsbereich für die Periode 2019-2020 definiert werden.

  • Aktionsfeld 1: Verbesserung der digitalen Kompetenzen in der Schule

  • Aktionsfeld 2: Nutzung der ICT beim Lehren und Lernen

  • Aktionsfeld 3: Rasche Anpassung des Bildungssystems an die Anforderungen des Marktes

  • Aktionsfeld 4: Koordination und Kommunikation in der Bildungszusammenarbeit


Gemeinsame Instrumente
Bund und Kantone gehen die Transformation der Bildungswelt durch die Digitalisierung bereichsübergreifend, interdisziplinär und vernetzt an. Sie unterstützen die Netzwerkbildung der wichtigen Akteure und einen koordinierten Dialog auf nationaler Ebene. Zu diesem Zweck bedienen sie sich folgender gemeinsamer Instrumente:

  • Das Bildungszusammenarbeitsgesetz (BiZG) schafft die nötigen Voraussetzungen für eine kohärente gesamtschweizerische Politik zur Gestaltung des Bildungsangebots im digitalen Wandel.
    Bildungszusammenarbeitsgesetz (BiZG) (pdf)

  • Der Koordinationsausschuss Digitalisierung in der Bildung (KoA Digi), als Plattform für den strategisch angelegten Austausch zwischen Bund, Kantonen und ihren Partnern, koordiniert bereichsübergreifend und interdisziplinär die gemeinsamen Strategiemassnahmen im Bereich der Digitalisierung des Bildungswesens.
    Koordinationsausschuss Digitalisierung in der Bildung (KoA Digi)

  • Das Monitoring des digitalen Bildungsraums zielt darauf ab, mithilfe von Daten aus Forschung und Statistik, die Voraussetzungen zu schaffen für eine Weiterentwicklung des Bildungssystems im Hinblick auf die Digitalisierung.
    Monitoring des digitalen Bildungsraums

  • educa.ch unterstützt in ihrer Rolle als Fachagentur für ICT und Bildung die Akteure des Bildungssystems bei Aufgaben im Bereich der digitalen Transformation. Sie nimmt eine wichtige Rolle wahr zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität im Bereich von ICT in der obligatorischen Schule und auf Sekundarstufe II.
    educa.ch – Fachagentur für ICT und Bildung

  • Die Massnahmen zur Nachwuchsförderung im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) haben zum Ziel, den Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Kompetenzen zu fördern, an die digitale Gesellschaft gestellt werden.
    educamint.ch

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 29.10.2019

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