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Auf dem Weg zu neuen Ufern
 
Die Entwicklung der europäischen Schule ist geprägt von der Aufspaltung in intellektuelle und handwerkliche Ausbildung. Dies geht bis ins 16. Jahrhundert zurück: Auf der einen Seite die besseren Kreise, Adel, Grossbürgertum, Kaufleute und Zünftler, die eine Schule mit griechisch-lateinischer Ausbildung absolvierten. Auf der anderen Seite die Söhne der Angestellten, Dienstboten, Taglöhner und Bauern, die sich häufig mit einer Minimalbildung dank unentgeltlicher Wohlfahrtsschulen zufrieden geben mussten. Bis in die jüngste Zeit kannten wir in der Schweiz dieses Nebeneinander zweier Bildungswelten. Das Übergewicht des Geistes auf der einen Seite und die Unterlegenheit der Hand und des Handwerklichen auf der anderen Seite trugen auch zur Entstehung und Beibehaltung von Herrschaftsbeziehungen bei.
 
Auf zu neuen Ufern
 
Endlich beginnen sich diese starren Fronten aufzuweichen. Es begann mit der Einführung der Berufsmaturität zu Beginn der 90er Jahre, womit Lehrgänge geschaffen wurden, die bisher sozusagen eine Domäne der Allgemeinbildung, also der Gymnasien waren. Umgekehrt musste die Berufsbildung zur Kenntnis nehmen, dass auch allgemeinbildende Wege zu einem beruflichen Abschluss führen können. Seither ist viel Dynamik entstanden und die Landschaft der Sekundarstufe II hat sich verändert.
 
Aktive Verbände
 
Im Speziellen ist zu vermelden, dass die Verbände bzw. Vereine der beiden Seiten mit raschen Schritten aufeinander zu gehen: Der Verein Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer VSG und Berufsbildung Schweiz BCH/FPS sind übereingekommen, enger zusammen zu arbeiten. In den nächsten Tagen soll von beiden Seiten ein Kooperationsvertrag unterschrieben werden. Bei Gelegenheit werden die Delegiertenversammlungen über die Akzeptanz einer künftigen Vereinbarung zwischen VSG und BCH/FPS befinden.
 
Dossierstruktur
 
Interner LinkNeu: Berufsschulen im Gesundheitswesen
Interner LinkDer Kanton Bern mit Gesamtverband
Interner LinkStellungnahme von Michel Aubert, Präsident VGS
Interner LinkStellungnahme von Beat Wenger, Präsident BCH
Interner LinkGedanken von Urs Tschopp, Vizepräsident  VGS, zum Thema
Interner LinkKongress S2-2005