Das Mädchen Projekt der Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik
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Bilder von jungen Männern, die sich auch in der Freizeit fast ausschliesslich mit dem Computer beschäftigen, die "Gamesessions" abhalten und sich über technische Daten unterhalten, prägen das Bild der Informatik. Noch immer ist deshalb die Vorstellung stark verankert, dass man ein Mann und ein Freak sein muss, um in der Informatik erfolgreich zu sein, eine Vorstellung, die wenig mit der Realität zu tun hat.
Frauen bringen viele gute Voraussetzungen mit für den Beruf der Informatikerin, sie sind deshalb sehr erwünscht in diesem Beruf und haben auch gute Chancen, eine Lehrstelle und später eine Stelle zu finden. Trotzdem wählen nur wenige den Beruf der Informatikerin als Grundausbildung. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig: Es sind zum Beispiel anders geartete Interessen, wenig konkrete Vorstellungen, was der Beruf beinhaltet, stark selbstreflexives Zutrauen, und andere. Das Mädchen Projekt der Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik will hier korrigierend und unterstützend eingreifen.
Frauen bringen viele gute Voraussetzungen mit für den Beruf der Informatikerin, sie sind deshalb sehr erwünscht in diesem Beruf und haben auch gute Chancen, eine Lehrstelle und später eine Stelle zu finden. Trotzdem wählen nur wenige den Beruf der Informatikerin als Grundausbildung. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig: Es sind zum Beispiel anders geartete Interessen, wenig konkrete Vorstellungen, was der Beruf beinhaltet, stark selbstreflexives Zutrauen, und andere. Das Mädchen Projekt der Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik will hier korrigierend und unterstützend eingreifen.
Zunehmend wird der Beruf des Informatikers oder der Informatikerin auch in den Dienstleistungsbereich eingeteilt, denn ein immer wichtigerer Bestandteil der Informatik ist die Kundenorientierung. Ein Beispiel: Bei der Arbeit als Informatiker/Informatikerin Richtung Applikationsentwicklung beansprucht die Ausarbeitung der Applikation am Computer weniger als die Hälfte der Arbeistzeit.
Anforderungen wie z.B. Kommunikationsfähigkeit, Vielseitigkeit, Ausdauer, Selbständigkeit und logisches Denken werden immer wichtiger. Lauter Fähigkeiten also, bei denen Frauen generell mindestens so gut, wenn nicht sogar besser abschneiden als Männer.
Anforderungen wie z.B. Kommunikationsfähigkeit, Vielseitigkeit, Ausdauer, Selbständigkeit und logisches Denken werden immer wichtiger. Lauter Fähigkeiten also, bei denen Frauen generell mindestens so gut, wenn nicht sogar besser abschneiden als Männer.
| Im 1.Projektjahr machen alle Schülerinnen und Schüler der ersten Oberstufe mit. Der Umgang mit dem Computer, das Wahrnehmen von Vorbildern und Informationen stehen im Vordergrund. Die Schülerinnen stellen in Teamarbeit eine Homepage her. In einem weiteren Teil wird die ganze Klasse ausführlich zum Beruf Informatiker/Informatikerin informiert. Auch Rollenbilder werden überdacht. In Mathematik und Naturwissenschaften lernen die Schülerinnen und Schüler Frauen kennen, die in den Bereichen Technik und Wissenschaften Grosses geleistet haben. Dies um aufzuzeigen, dass man kein "Mann werden" muss, um in der Technik einen Platz zu haben. Nebst Informationen über den Projektverlauf bekommen die Eltern die Möglichkeit zu einem Schnuppernachmittag in einem Betrieb der Informatik. Ein Workshop zum Thema Berufswahl allgemein wird angeboten. Auch die Berufsberatungen werden laufend über das Projekt informiert und bei Informationsveranstaltungen unterstützt. Häufige Hilfsmittel werden dahingehend untersucht, wie sie den Beruf Informatiker/Informatikerin vorstellen. Die Medien werden über das Projekt informiert. Frauen, die als Informatikerin arbeiten, werden porträtiert und werden auf der Homepage des ZLI-Mädchenprojekts vorgestellt. | |
| Im 2. Projektjahr, der zweiten Oberstufe, werden sowohl Mädchen als auch Jungen weiterbegleitet. Auch für die Jungen ist es wichtig, Frauen in der Informatik wahrzunehmen. Es soll in den Klassen eine solidarische Stimmung, ein "Wir-Gefühl" ("wir" werden Informatiker/Informatikerin) entstehen, so dass die Mädchen und Jungen auch andere anspornen. Der Besuch einer Informatikerin am Arbeitsplatz findet für interessierte Mädchen und Jungen statt. | |
| Im 3. Projektjahr werden die Mädchen, die nun Informatikerin werden wollen, bei der Lehrstellensuche unterstützt und begleitet. Ein weiterer Schwerpunkt bildet hier der Einsatz des Fliegenden Klassenzimmers. Das "Fliegende Klassenzimmer" wurde mit Erfolg im ersten Projektjahr eingesetzt und hat massgeblich dazubeigetragen, dass das Interesse der Mädchen an Informatik gestiegen ist. Nun sollen auch andere Lehrpersonen davon profitieren können und die Nachhaltigkeit des Projektes durch ein sensibilisiertes (Schul)Umfeld gewährleistet werden. |
Das Fliegende Klassenzimmer besteht aus einem Unterrichtsmittel zur Webseitengestaltung und 8 Notebooks, welche kabellos vernetzt sind. So können Lehrpersonen unabhängig von der Schulinfrastruktur mit den Mädchen und Knaben arbeiten - sogar in einem Klassenlager. Das Angebot ist kostenlos. Einzige Bedingung: Die Lehrpersonen gestalten Webseiten in geschlechtergetrennten Gruppen.
Sämtliche Informationen sind auf der Website von girlweb.ch veröffentlicht. Dort steht nebst dem Unterrichtsmittel "Fliegendes Klassenzimmer" auch ein Diskussionsforum und ein Tool zur Verfügung mit dem man sein logisches Denken überprüfen kann.
Sämtliche Informationen sind auf der Website von girlweb.ch veröffentlicht. Dort steht nebst dem Unterrichtsmittel "Fliegendes Klassenzimmer" auch ein Diskussionsforum und ein Tool zur Verfügung mit dem man sein logisches Denken überprüfen kann.

