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Weiterbildung in Zahlen
 
Die Mehrheit der Bevölkerung in der Schweiz bildet sich in irgendeiner Form weiter: 77% der ständigen Bevölkerung bzw. 83% der Erwerbstätigen haben 2005/2006 an mindestens einer Weiterbildungsaktivität teilgenommen. Dabei kann es sich um Weiterbildungsaktivitäten handeln, die in einem organisiertem Rahmen (nicht-formale Bildung: Besuch von Kursen, Seminaren, Privatunterricht; die jedoch zu keinem anerkannten Diplom führen) stattfinden oder um Formen informellen Lernens (Gebrauch individueller Lernformen wie Lektüre von Fachliteratur, Lernen von Arbeitskolleginnen und  kollegen; Lernen von CD-ROM oder Internet).
 
Berufliche Weiterbildung
Informelles Lernen überwiegt gegenüber nicht-formaler Bildung: 71% der ständigen Wohnbevölkerung und 77% der Erwerbstätigen haben sich mittels Fachliteratur oder durch Lernen von Arbeitskolleginnen und -kollegen etc. weitergebildet. 43% der ständigen Wohnbevölkerung und 53% der Erwerbstätigen haben sich mittels des Besuchs von Kursen, Seminaren, Tagungen etc. weitergebildet.
Vollzeitlich Erwerbstätige bilden sich häufiger weiter als Teilzeitangestellte (Arbeitspensum unter 50%).
51% der Erwerbstätigen haben Kurse, Seminare oder andere Anlässe nicht-formaler Bildung besucht, bei den Nichterwerbstätigen liegt der Anteil bei 22%. Mit steigendem Bildungsniveau nimmt die Weiterbildungsaktivität zu. 95% der erwerbstätigen Personen mit einem Tertiärabschluss und 82% mit einem Sekundarstufe-II-Abschluss haben sich in irgendeiner Form weitergebildet. Bei Personen ohne nachobligatorische Ausbildung liegt der Anteil bei 59%.

Unterstützung durch Arbeitgeber
Arbeitgeber unterstützen eine berufsorientierte Weiterbildung der Erwerbstätigen beträchtlich: sei es, dass sie Weiterbildung selber veranstalten, die Weiterbildung ganz oder teilweise während der Arbeitszeit stattfinden lassen oder dass sie sich an den Kosten beteiligen. 2006 wurden drei Viertel der nicht-formalen Bildungsstunden vom Arbeitgeber unterstützt. Ein Grossteil der Unterstützung erfolgte sowohl finanziell als auch arbeitszeitmässig. Rund sieben von zehn Stunden nicht-formaler Bildung wurden ganz oder teilweise vom Arbeitgeber finanziert. Grossunternehmen fördern die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stärker als Kleinbetriebe.

Verteilung
2007 sind 1197 Abschlüsse in universitärer Weiterbildung (Umfang mindestens 60 ECTS-Punkte) vergeben worden. 30% der Weiterbildungsdiplome gingen an Frauen, 38% an ausländische Absolventen und Absolventinnen. Die meisten Abschlüsse wurden in den Wirtschaftswissenschaften, den Technischen Wissenschaften sowie in den Geistes- und Sozialwissenschaften absolviert. Im Bereich der Fachochschulweiterbildung sind 2007 2422 Diplome (Umfang mindestens 60 ECTS-Punkte) erlangt worden. 25% der Diplome gingen an Frauen; 13% der Diplome gingen an ausländische Studenten und Studentinnen. Der Fachbereich Wirtschaft und Dienstleistungen dominierte die Weiterbildung.

Zahlen Bundesamt für Statistik (BFS)
 
Weiterführende Links
 
Externer LinkBundesamt für Statistik (BFS): Weiterbildung
Externer LinkBFS: Weiterbildungsindikatoren