Sekundarstufe I: Was ist neu?
![]() | Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) will durch das Projekt HarmoS die obligatorische Schule landesweit und verbindlich harmonisieren. Damit soll eine Verbesserung der Schulqualität und eine Optimierung der interkantonalen schulischen Mobilität gewährleistet werden. |
Reformprojekte im Bereich der Volksschule
Das Projekt HarmoS (2003-2007/2008) umfasst die Entwicklung und Festlegung von Kompetenzmodellen und Mindeststandards für bestimmte Kernfachbereiche (Erstsprache, Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften) per Ende zweites, sechstes und neuntes Schuljahr. Die verbindliche Festlegung der Bildungsstandards wird in einer neuen Interkantonalen Vereinbarung geregelt. Diese Interkantonale Vereinbarung wird ebenfalls Eckwerte der obligatorischen Schule wie das Einschulungsalter, frühere und flexiblere Einschulung oder die Dauer der obligatorischen Schule neu regeln. In zahlreichen Kantonen werden bereits Projekte zur Flexibilisierung der Einschulung durchgeführt (vgl. Basis- und Grundstufe).
Sprachenunterricht
Die koordinierte Weiterentwicklung des Sprachunterrichts umfasst eine frühe und konsequente Förderung der Schülerinnen und Schüler in der Lokalsprache (erste Landessprache) und das Vermitteln von soliden Kenntnissen einer zweiten Landesprache sowie des Englischen und die Ermöglichung des Erlernens einer dritten Landessprache.
Als längerfristiges Ziel für den Fremdsprachenunterricht hat sich die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) für die Einführung einer ersten Fremdsprache spätestens ab dem dritten Schuljahr und einer zweiten Fremdsprache spätestens ab dem fünften Schuljahr ausgesprochen. Zum Sprachenrepertoire gehören obligatorisch eine zweite Landessprache und eine weitere Fremdsprache, in der Regel wird das Englisch sein. Die Umsetzung des EDK-Sprachenbeschlusses beginnt je nach kantonaler Situation spätestens 2010 oder 2012. Die Reihenfolge der Fremdsprachen wird innerhalb der EDK-Regionalkonferenzen geregelt.
Evaluation
Mehrere Kantone führen Selbstevaluationsprojekte zur Qualitätssicherung im Volksschulbereich durch: Bestimmte Evaluationsinstrumente ermöglichen es den Lehrpersonen den Lernerfolg der Klasse im Vergleich zum Lernerfolg anderer Klassen zu beurteilen.
Reformprojekte der Sekundarstufe I
In mehreren Kantonen laufen Projekte zur Weiterentwicklung der Sekundarstufe I. Grundsätzlich wird angestrebt, die Durchlässigkeit zwischen dem Schultyp mit Grundansprüchen und dem Schultyp mit erweiterten Ansprüchen zu erhöhen. So führen einige Kantone auf der Sekundarstufe I integrative oder kooperative Modelle ein (integratives Modell mit Unterricht in gemeinsamen leistungsheterogenen Stammklassen und leistungshomogenem Niveauunterricht in den Hauptfächern; kooperatives Modell mit getrennten leistungshomogenen Stammklassen und Niveauunterricht in den Hauptfächern).
Übertritt Berufsbildung
Um Jugendliche insbesondere auf den Übertritt in die Berufsbildung bestmöglich vorzubereiten, führen einige Kantone Projekte für die Abschlussjahre der Sekundarstufe I durch. Erprobt werden u. a. Abschlussarbeiten, Projektunterricht, individuelle Standortbestimmungen durch die Erstellung eines Leistungsprofils mittels bestimmter Testaufgaben und ein gezieltes Beheben von Lerndefiziten. Weiter werden auch Abschlusszertifikate am Ende der Volksschule diskutiert.
In einem gesamtschweizerischen Rahmen soll der Übergang von der obligatorischen Schule zur Sekundarstufe II optimiert und die Ausbildung auf der Sekundarstufe II für alle Jugendlichen sichergestellt werden.
Lehrpläne
Die meisten Kantone haben ihre Lehrpläne für die Sekundarstufe I in den vergangen Jahren überarbeitet. Neuere Lehrpläne zeichnen sich durch eine Erhöhung der Verbindlichkeit aus, indem präzisere Angaben über die erwarteten Leistungen der Schülerinnen und Schüler gemacht werden.
PECARO
In der Westschweiz ist ein Rahmenlehrplan entwickelt worden, der auf eine Harmonisierung der Westschweizer Lehrpläne zielt. Der "Plan d'études cadre romand" (PECARO) definiert die Zielbeschreibungen in Form von Kompetenzen und legt Mindesterwartungen an die Schülerinnen und Schüler und Mindesterwartungen an die Schule fest. PECARO formuliert die Zielbeschreibungen für die Vorschulstufe und die obligatorische Schule. Es sind verschiedene Versionen dieses Rahmenlehrplans für Lehrpersonen, Personen der Lehrmittel- und Lehrplanentwicklung oder Eltern geplant.
In der Deutschschweiz wurde zur Diskussion gestellt, ob ein gemeinsamer Lehrplan für die Volksschule der deutschsprachigen Schweiz geschaffen werden soll.
Das Projekt HarmoS (2003-2007/2008) umfasst die Entwicklung und Festlegung von Kompetenzmodellen und Mindeststandards für bestimmte Kernfachbereiche (Erstsprache, Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften) per Ende zweites, sechstes und neuntes Schuljahr. Die verbindliche Festlegung der Bildungsstandards wird in einer neuen Interkantonalen Vereinbarung geregelt. Diese Interkantonale Vereinbarung wird ebenfalls Eckwerte der obligatorischen Schule wie das Einschulungsalter, frühere und flexiblere Einschulung oder die Dauer der obligatorischen Schule neu regeln. In zahlreichen Kantonen werden bereits Projekte zur Flexibilisierung der Einschulung durchgeführt (vgl. Basis- und Grundstufe).
Sprachenunterricht
Die koordinierte Weiterentwicklung des Sprachunterrichts umfasst eine frühe und konsequente Förderung der Schülerinnen und Schüler in der Lokalsprache (erste Landessprache) und das Vermitteln von soliden Kenntnissen einer zweiten Landesprache sowie des Englischen und die Ermöglichung des Erlernens einer dritten Landessprache.
Als längerfristiges Ziel für den Fremdsprachenunterricht hat sich die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) für die Einführung einer ersten Fremdsprache spätestens ab dem dritten Schuljahr und einer zweiten Fremdsprache spätestens ab dem fünften Schuljahr ausgesprochen. Zum Sprachenrepertoire gehören obligatorisch eine zweite Landessprache und eine weitere Fremdsprache, in der Regel wird das Englisch sein. Die Umsetzung des EDK-Sprachenbeschlusses beginnt je nach kantonaler Situation spätestens 2010 oder 2012. Die Reihenfolge der Fremdsprachen wird innerhalb der EDK-Regionalkonferenzen geregelt.
Evaluation
Mehrere Kantone führen Selbstevaluationsprojekte zur Qualitätssicherung im Volksschulbereich durch: Bestimmte Evaluationsinstrumente ermöglichen es den Lehrpersonen den Lernerfolg der Klasse im Vergleich zum Lernerfolg anderer Klassen zu beurteilen.
Reformprojekte der Sekundarstufe I
In mehreren Kantonen laufen Projekte zur Weiterentwicklung der Sekundarstufe I. Grundsätzlich wird angestrebt, die Durchlässigkeit zwischen dem Schultyp mit Grundansprüchen und dem Schultyp mit erweiterten Ansprüchen zu erhöhen. So führen einige Kantone auf der Sekundarstufe I integrative oder kooperative Modelle ein (integratives Modell mit Unterricht in gemeinsamen leistungsheterogenen Stammklassen und leistungshomogenem Niveauunterricht in den Hauptfächern; kooperatives Modell mit getrennten leistungshomogenen Stammklassen und Niveauunterricht in den Hauptfächern).
Übertritt Berufsbildung
Um Jugendliche insbesondere auf den Übertritt in die Berufsbildung bestmöglich vorzubereiten, führen einige Kantone Projekte für die Abschlussjahre der Sekundarstufe I durch. Erprobt werden u. a. Abschlussarbeiten, Projektunterricht, individuelle Standortbestimmungen durch die Erstellung eines Leistungsprofils mittels bestimmter Testaufgaben und ein gezieltes Beheben von Lerndefiziten. Weiter werden auch Abschlusszertifikate am Ende der Volksschule diskutiert.
In einem gesamtschweizerischen Rahmen soll der Übergang von der obligatorischen Schule zur Sekundarstufe II optimiert und die Ausbildung auf der Sekundarstufe II für alle Jugendlichen sichergestellt werden.
Lehrpläne
Die meisten Kantone haben ihre Lehrpläne für die Sekundarstufe I in den vergangen Jahren überarbeitet. Neuere Lehrpläne zeichnen sich durch eine Erhöhung der Verbindlichkeit aus, indem präzisere Angaben über die erwarteten Leistungen der Schülerinnen und Schüler gemacht werden.
PECARO
In der Westschweiz ist ein Rahmenlehrplan entwickelt worden, der auf eine Harmonisierung der Westschweizer Lehrpläne zielt. Der "Plan d'études cadre romand" (PECARO) definiert die Zielbeschreibungen in Form von Kompetenzen und legt Mindesterwartungen an die Schülerinnen und Schüler und Mindesterwartungen an die Schule fest. PECARO formuliert die Zielbeschreibungen für die Vorschulstufe und die obligatorische Schule. Es sind verschiedene Versionen dieses Rahmenlehrplans für Lehrpersonen, Personen der Lehrmittel- und Lehrplanentwicklung oder Eltern geplant.
In der Deutschschweiz wurde zur Diskussion gestellt, ob ein gemeinsamer Lehrplan für die Volksschule der deutschsprachigen Schweiz geschaffen werden soll.

