Sekundarstufe I: Was ist neu?
![]() | Folgende Reformen der obligatorischen Schule gelten auch für die Sekundarstufe I. |
| Die Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS-Konkordat; in Kraft seit 1. August 2009; Umsetzung spätestens auf Schuljahr 2015/2016) wird für die beigetretenen Kantone zu einer Harmonisierung der Ziele und Strukturen der obligatorischen Schule und für die Sekundarstufe I zu folgenden Änderungen führen: Vereinheitlichen der kantonalen Schulstrukturen (acht Jahre Primarstufe einschliesslich Vorschule, drei Jahre Sekundarstufe I); Einführung von national verbindlichen Bildungsstandards, sprachregionale Zusammenarbeit bei den Lehrplänen und den Lehrmitteln; Koordination und Weiterentwicklung des Sprachenunterrichts; bedarfsgerechtes Angebot an Tagesstrukturen. | |
| Die Zusammensetzung der Schulklassen wird zunehmend heterogener. Vor allem Schultypen mit Grundansprüchen bzw. Klassen mit tieferem Anforderungsniveau oder Sonderklassen sind sehr heterogen zusammengesetzt. Es ist zu vermeiden, dass fremdsprachige Schülerinnen und Schüler nur aufgrund mangelnder Kenntnisse in der Unterrichtssprache in Klassen mit tieferem Anforderungsniveau oder in Sonderklassen zugewiesen werden. | |
| Gemäss dem Bundesgesetz über die Beseitigung von Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen und im Sinne der Interkantonalen Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich der Sonderpädagogik (Sonderpädagogik-Konkordat) sind Kinder mit besonderen Bedürfnissen in die Regelschule zu integrieren. In den Kantonen und Gemeinden laufen Projekte zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen. Auf der anderen Seite hat der Anteil der Kinder in Sonderklassen und Sonderschulen und somit die Beanspruchung von separativen Angeboten seit 1980 kontinuierlich zugenommen. 2008 ist die Verantwortung über den sonderpädagogischen Bereich für Kinder und Jugendliche in die Kompetenz der Kantone gefallen, was zu Änderungen in der obligatorischen Schule führt und eine Koordination zwischen den Kantonen erfordert (vgl. Heil- und Sonderpädagogik). | |
| Die Schulen erhalten zunehmend einen grösseren Handlungsspielraum und beteiligen sich an der Qualitätsentwicklung und -sicherung. |
Reformprojekte der Sekundarstufe I
Der Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II wird von vielen Jugendlichen als schwierig empfunden. Um Jugendliche auf den Übertritt in die Sekundarstufe II bestmöglichst vorzubereiten, führen verschiedene Kantone Projekte für die Abschlussjahre der Sekundarstufe I durch. Erprobt werden u.a. Abschlussarbeiten, Projektunterricht, individuelle Standortbestimmungen durch die Erstellung eines Leistungsprofils mittels bestimmter Testaufgaben und ein gezieltes Beheben von Lerndefiziten. In diesem Rahmen passen verschiedene Kantone ihre Inhalte und Methodik des Berufswahl- und des Berufsvorbereitungsunterrichts an.
"Nahtstelle"
Kantone, Bund und Organisationen der Arbeitswelt (OdA) gehen im Projekt Nahtstelle gemeinsam eine Optimierung des Übergangs von der obligatorischen Schule in die Sekundarstufe II an und haben Leitlinien zur Optimierung der Nahtstelle entwickelt. Diese Leitlinien zielen u.a. auf die Verbesserung der Berufswahlprozesse, auf eine bessere Abstimmung der Anforderungen der Sekundarstufe I auf diejenige der Sekundarstufe II, auf eine frühzeitige Erfassung und Unterstützung von Problemgruppen bereits in der obligatorischen Schule sowie auf die Klärung der Funktion und Rolle von Brückenangeboten.
Begleitprozess zum Berufseinstieg
In diesem Rahmen unterstützt der Bund Kantone, die ein strukturiertes Verfahren (Case Management) einführen, um adäquate Massnahmen für Jugendliche, deren Einstieg in die Berufswelt stark gefährdet ist, sicherzustellen. Diese Massnahmen können in der Berufsfindung, während des Übergangs von der obligatorischen Schule in die Sekundarstufe II sowie während der beruflichen Grundbildung erfolgen. Die Kantone haben Konzepte erarbeitet, um gefährdete Jugendliche frühzeitig zu erfassen und sie in einen strukturierten Begleitprozess aufzunehmen. Ab 2008 starten die Kantone nun mit der Umsetzung dieser Konzepte.
Der Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II wird von vielen Jugendlichen als schwierig empfunden. Um Jugendliche auf den Übertritt in die Sekundarstufe II bestmöglichst vorzubereiten, führen verschiedene Kantone Projekte für die Abschlussjahre der Sekundarstufe I durch. Erprobt werden u.a. Abschlussarbeiten, Projektunterricht, individuelle Standortbestimmungen durch die Erstellung eines Leistungsprofils mittels bestimmter Testaufgaben und ein gezieltes Beheben von Lerndefiziten. In diesem Rahmen passen verschiedene Kantone ihre Inhalte und Methodik des Berufswahl- und des Berufsvorbereitungsunterrichts an.
"Nahtstelle"
Kantone, Bund und Organisationen der Arbeitswelt (OdA) gehen im Projekt Nahtstelle gemeinsam eine Optimierung des Übergangs von der obligatorischen Schule in die Sekundarstufe II an und haben Leitlinien zur Optimierung der Nahtstelle entwickelt. Diese Leitlinien zielen u.a. auf die Verbesserung der Berufswahlprozesse, auf eine bessere Abstimmung der Anforderungen der Sekundarstufe I auf diejenige der Sekundarstufe II, auf eine frühzeitige Erfassung und Unterstützung von Problemgruppen bereits in der obligatorischen Schule sowie auf die Klärung der Funktion und Rolle von Brückenangeboten.
Begleitprozess zum Berufseinstieg
In diesem Rahmen unterstützt der Bund Kantone, die ein strukturiertes Verfahren (Case Management) einführen, um adäquate Massnahmen für Jugendliche, deren Einstieg in die Berufswelt stark gefährdet ist, sicherzustellen. Diese Massnahmen können in der Berufsfindung, während des Übergangs von der obligatorischen Schule in die Sekundarstufe II sowie während der beruflichen Grundbildung erfolgen. Die Kantone haben Konzepte erarbeitet, um gefährdete Jugendliche frühzeitig zu erfassen und sie in einen strukturierten Begleitprozess aufzunehmen. Ab 2008 starten die Kantone nun mit der Umsetzung dieser Konzepte.
| Projekt Lehrplan 21 für die deutsch- und mehrsprachigen Kantone | |
| Informationen zum Plan d'études romand PER | |
| BFS: Bildungssystemindikatoren: Kulturelle Heterogenität in der obligatorischen Schule |
| EDK: Nahtstelle Sek I - Sek II | |
| Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK): Case Management | |
| Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) |

