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Primarstufe: Welche Anforderungen werden gestellt?
 
In der Primarschule werden die schulischen Leistungen mittels Noten, Einschätzungsskalen oder mittels Lernberichten beurteilt. Lernberichte und Beurteilungsgespräche kommen vor allem in den ersten Schuljahren der Primarstufe zur Anwendung. Mehrheitlich setzen Zeugnisse mit Noten zwischen dem ersten und vierten Schuljahr ein. Die Notenskala reicht in der Regel von 1 bis 6 (6 = beste Note; 4 = genügend; unter 4 = ungenügend). In der Regel erhalten die Schülerinnen und Schüler zwei Mal pro Jahr am Ende eines Semesters ein Zeugnis mit Noten bzw. einen Lernbericht.
In verschiedenen Projekten zur Schülerinnen- und Schülerbeurteilung, werden ganzheitliche Beurteilungsformen mit formativen und diagnostischen Elementen erprobt. In verschiedenen Kantonen werden in bestimmten Schuljahren und Fächern fakultative oder obligatorische Jahresschlussprüfungen, Orientierungs- und Vergleichsarbeiten oder klassenbezogene Leistungsstandsmessungen durchgeführt. Diese können als Standortbestimmung oder Leistungsbeurteilung für die Schülerin und den Schüler genutzt werden und erlauben es den Lehrpersonen, den Erfolg der Klasse im Vergleich zum Lernerfolg anderer Klassen einzuschätzen. Es gibt Bestrebungen in verschiedenen Kantonen zur Koordination der Leistungsmessung.
Für besonders begabte Schülerinnen und Schüler besteht die Möglichkeit, früher eingeschult zu werden oder eine Klasse zu überspringen. Weiter besteht auch die Möglichkeit der zusätzlichen individuellen Förderung in der Regelklasse. Angebote ausserhalb der Regelklasse für die besondere Förderung gibt es weniger, noch seltener Spezialklassen oder -schulen für besonders Begabte.

Übertritt in die nächste Klasse
In der Primarschule wird am Ende jedes Schuljahres entschieden, ob die Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer Leistungen in die nächste Klasse übertreten können. Die provisorische oder definitive Versetzung in die nächste Klasse erfolgt aufgrund des Durchschnitts der erzielten Noten (in allen Fächern oder in Kernfächern). Die Repetition einer Klasse ist in den kantonalen Schulgesetzen vorgesehen, wird jedoch unterschiedlich gehandhabt. Auf der Primarstufe wiederholten im Schuljahr 2007/2008 1,7% der Schülerinnen und Schüler eine Klasse. Bei Bedarf können Schülerinnen und Schüler auch sonderpädagogischen Fördermassnahmen zugeteilt werden.
 
Weiterführende Informationen
 
Interner LinkHeil- und Sonderpädagogik
Externer LinkEDK-Kantonsumfragen
Externer LinkKantonale Erziehungsdirektionen
Externer LinkStellwerk
Externer LinkNetzwerk Beurteilen
Externer LinkBFS: Bildungssystemindikatoren: Repetition in der obligatorischen Schule
Externer LinkNetzwerk für Begabungsförderung