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Warum mir eine gendergerechte Sprache wichtig ist
von Miriam Fischer
 
In unserem Alltag sind in den Texten oft nur die Männer gemeint, in den Medien, auf Firmenpublikationen, in der Literatur, auf allerlei Tafeln und Schildern in der Stadt und auf dem Land. Seien es Frauen oder Männer, die schreiben, oft benutzen sie nur die männliche Form, auch wenn Männer wie Frauen gemeint sind.

Sprache widerspiegelt die Kultur
Sprache widerspiegelt die Kultur, ist ein wichtiger Schlüssel zur Kultur. Wir wollen uns doch präzise ausdrücken. Wir wollen doch genau sagen, wen wir meinen, ganz genau so, wie wir z.B. einen Gegenstand mit dem treffenden Adjektiv beschreiben wollen, oder das Verb suchen, welches die Tätigkeit beschreibt, über die berichtet wird. Warum also diese Nachlässigkeit bei der Beschreibung der Handelnden? Warum sträuben wir uns gegen die Präzision in dieser Beziehung oder gegen Bezeichnungen, die beide Geschlechter meint, wenn es beide angeht? Wenn Frauen sprachlich nicht repräsentiert und gemeint sind, dann sehe ich ein kulturelles Problem. Es ist eine Form des Ausschlusses.

"Wenn die Sprache stimmt, dann ist sich die Autorin oder der Autor der Genderfrage zumindest bewusst. Das ist ein erster Schritt."

Autorin
Miriam Fischer ist Mediendidaktikerin an diversen Fachhochschulen und Berufsschulen für Weiterbildung im Raum Zürich.