Aus- und Weiterbildung mit E-Learning und Gender
von Esther Baur und Madeleine Marti
E-Learning bietet für die Arbeit mit heterogenen Gruppen, wie sie in der Erwachsenenbildung öfter vorkommen, neue didaktische Möglichkeiten. Es eröffnet neue Wege, die Teilnehmenden von ihren spezifischen Voraussetzungen aus anzusprechen und sie in der Gruppe inter-aktiv werden zu lassen. Auf der andern Seite birgt E-Learning aber auch die Gefahr, bestehende Unterschiede noch einmal zu verstärken.
aneignung von Genderkompetenz
Eine Aus- beziehungsweise Eingrenzungslinie der Gesellschaft führt entlang der Geschlechtszugehörigkeit. Wer als Ausbildnerin oder Ausbildner die damit verbundene Chancenungleichheit nicht reproduzieren will, muss sich Genderkompetenz aneignen. Die Auseinandersetzung mit den typischen Prägungen und Eigenarten von Frauen und Männern, aber auch mit den Rollenbildern und dem Rollenverhalten der Geschlechter gehört zu den Basis-Kompetenzen von Ausbildenden.
Bewusst didaktische Arrangements gestalten
Die Ausbildenden können die didaktischen Arrangements bewusst so gestalten, dass das Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern in ihren Kursen nicht reproduziert wird. Und das in allen Bereichen der Aus- und Weiterbildung: Konzeption und Durchführung von Bildungsangeboten, Auswahl von Inhalten, Einsatz von Methoden, Bildung von Gruppen, Begleitung von Lernprozessen von Einzelnen sowie in der Leitung und Begleitung der Gruppen.
Überblick über die Erkenntnisse und Forschungsergebnisse
Der erste Teil des Artikels gibt einen Überblick über die Erkenntnisse und Forschungsergebnisse, wie das Geschlecht in der Aus- und Weiterbildung mitwirkt. Daraus werden Überlegungen für eine gendergerechte Didaktik abgeleitet und in vier Prinzipien zusammengefasst, die wir in einem Leitfaden ausgeführt haben (Kurs auf Genderkompetenz, Basel 2000).
Zusammenhang von E-Learning und Geschlecht
Der zweite Teil fokussiert auf den Zusammenhang von E-Learning und Geschlecht. Der Einbezug von E-Learning stellt weitere Ansprüche an die Genderkompetenz, weil sich im Zugang zu und im Umgang mit den neuen Medien ebenfalls Unterschiede zwischen Frauen und Männern zeigen. Anschliessend werden die im ersten Teil präsentierten Prinzipien auf das E-Learning übertragen. Und schliesslich wird anhand zweier Beispiele illustriert, dass und wie der Einsatz von neuen Medien in der Erwachsenenbildung besonders auch für Frauen gewinnbringend sein kann.
Schlussfolgerung:
Grundsätzlich kann der Einsatz von E-Learning - und hier in erster Linie von Blended-Learning-Arrangements - eine Chance für Frauen und Männer sein. Gut angeleitetes E-Learning fördert das Vertrauen in den Umgang mit den neuen Medien, und dieser ist für die Teilhabe an der Gesellschaft immer wichtiger. Bedingung für einen chancengleichheitsfördernden Einsatz von E-Learning ist, dass in den Kursen und bereits in den Ausschreibungen sicher gestellt ist, dass alle Teilnehmenden technisch und didaktisch im Zugang zu den neuen Medien genderkompetent unterstützt werden und dass die notwendigen Mittel (PC, Software, Internetanschluss) zur Verfügung stehen.
aneignung von Genderkompetenz
Eine Aus- beziehungsweise Eingrenzungslinie der Gesellschaft führt entlang der Geschlechtszugehörigkeit. Wer als Ausbildnerin oder Ausbildner die damit verbundene Chancenungleichheit nicht reproduzieren will, muss sich Genderkompetenz aneignen. Die Auseinandersetzung mit den typischen Prägungen und Eigenarten von Frauen und Männern, aber auch mit den Rollenbildern und dem Rollenverhalten der Geschlechter gehört zu den Basis-Kompetenzen von Ausbildenden.
Bewusst didaktische Arrangements gestalten
Die Ausbildenden können die didaktischen Arrangements bewusst so gestalten, dass das Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern in ihren Kursen nicht reproduziert wird. Und das in allen Bereichen der Aus- und Weiterbildung: Konzeption und Durchführung von Bildungsangeboten, Auswahl von Inhalten, Einsatz von Methoden, Bildung von Gruppen, Begleitung von Lernprozessen von Einzelnen sowie in der Leitung und Begleitung der Gruppen.
Überblick über die Erkenntnisse und Forschungsergebnisse
Der erste Teil des Artikels gibt einen Überblick über die Erkenntnisse und Forschungsergebnisse, wie das Geschlecht in der Aus- und Weiterbildung mitwirkt. Daraus werden Überlegungen für eine gendergerechte Didaktik abgeleitet und in vier Prinzipien zusammengefasst, die wir in einem Leitfaden ausgeführt haben (Kurs auf Genderkompetenz, Basel 2000).
Zusammenhang von E-Learning und Geschlecht
Der zweite Teil fokussiert auf den Zusammenhang von E-Learning und Geschlecht. Der Einbezug von E-Learning stellt weitere Ansprüche an die Genderkompetenz, weil sich im Zugang zu und im Umgang mit den neuen Medien ebenfalls Unterschiede zwischen Frauen und Männern zeigen. Anschliessend werden die im ersten Teil präsentierten Prinzipien auf das E-Learning übertragen. Und schliesslich wird anhand zweier Beispiele illustriert, dass und wie der Einsatz von neuen Medien in der Erwachsenenbildung besonders auch für Frauen gewinnbringend sein kann.
Schlussfolgerung:
Grundsätzlich kann der Einsatz von E-Learning - und hier in erster Linie von Blended-Learning-Arrangements - eine Chance für Frauen und Männer sein. Gut angeleitetes E-Learning fördert das Vertrauen in den Umgang mit den neuen Medien, und dieser ist für die Teilhabe an der Gesellschaft immer wichtiger. Bedingung für einen chancengleichheitsfördernden Einsatz von E-Learning ist, dass in den Kursen und bereits in den Ausschreibungen sicher gestellt ist, dass alle Teilnehmenden technisch und didaktisch im Zugang zu den neuen Medien genderkompetent unterstützt werden und dass die notwendigen Mittel (PC, Software, Internetanschluss) zur Verfügung stehen.
