Zusammenfassung und Literaturliste
Kulturell angepasste Unterrichtsmaterialien berücksichtigen die je spezifische lokale Bildungstradition und Schulkultur. Die präsentierten Inhalte sind relevant für die Lernenden; das dadurch erworbene Wissen ist brauchbar in der jeweiligen Gesellschaft, und die Inhalte sind so dargestellt, dass sie an die örtlichen Vorstellungen und Wissensbestände anknüpfen.
Lernweg anpassen
Auch der in den Unterrichtsmaterialien vorgeschlagene Lernweg muss kulturell angepasst sein. Wenn damit jedoch eine Veränderung der Unterrichtskultur bewirkt werden will, gilt es -neben der Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien - die Lehrpersonen für den Umgang dafür auszubilden. Aber auch in diesem Fall muss man die kulturellen Praktiken ausserhalb der Schule berücksichtigen. Schulen sind Teil einer Gesellschaft, keine Inseln.
Öffnung der Schule
Insgesamt haben Unterrichtsmaterialien zum Ziel, sozial erwünschtes Wissen und Können für Schülerinnen und Schüler verständlich darzustellen. Dies kann nur unter Einbezug lokaler Partner gelingen, gewinnt jedoch durch den Beitrag externer Partner an Weitblick und kann die heute so wichtige Öffnung der Schule fördern. Dies gilt natürlich nicht nur für Entwicklungsländer, sondern ebenso für die Schweiz. Auch hier können Aussenperspektiven einen Mehrwert schaffen; denn gerade die Afrikabilder in Schweizer Lehrmitteln sind oft eurozentristisch und bedürften einer Überarbeitung (5).
Zugang zu Unterrichtsmaterialien
Letztendlich darf jedoch von Anfang an die Frage nicht fehlen, wer Zugang zu den Unterrichtsmaterialien erhalten soll. Kann mit der Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien für eine bestimmt Gruppe die Chancengleichheit zwischen sozialen Schichten, zwischen Männern und Frauen, zwischen Zentrum und Peripherie in einer Gesellschaft verbessert werden? Wer produziert die Materialien?(6) Und welche Bilder des Nordens bzw. des Südens werden geweckt, wenn in grossen Massen teures Material nach Afrika geliefert wird? Ein kritischer Umgang mit der Beziehung zwischen Bevölkerungsgruppen ist bei jedem Schritt unabdingbar.
Lernweg anpassen
Auch der in den Unterrichtsmaterialien vorgeschlagene Lernweg muss kulturell angepasst sein. Wenn damit jedoch eine Veränderung der Unterrichtskultur bewirkt werden will, gilt es -neben der Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien - die Lehrpersonen für den Umgang dafür auszubilden. Aber auch in diesem Fall muss man die kulturellen Praktiken ausserhalb der Schule berücksichtigen. Schulen sind Teil einer Gesellschaft, keine Inseln.
Öffnung der Schule
Insgesamt haben Unterrichtsmaterialien zum Ziel, sozial erwünschtes Wissen und Können für Schülerinnen und Schüler verständlich darzustellen. Dies kann nur unter Einbezug lokaler Partner gelingen, gewinnt jedoch durch den Beitrag externer Partner an Weitblick und kann die heute so wichtige Öffnung der Schule fördern. Dies gilt natürlich nicht nur für Entwicklungsländer, sondern ebenso für die Schweiz. Auch hier können Aussenperspektiven einen Mehrwert schaffen; denn gerade die Afrikabilder in Schweizer Lehrmitteln sind oft eurozentristisch und bedürften einer Überarbeitung (5).
Zugang zu Unterrichtsmaterialien
Letztendlich darf jedoch von Anfang an die Frage nicht fehlen, wer Zugang zu den Unterrichtsmaterialien erhalten soll. Kann mit der Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien für eine bestimmt Gruppe die Chancengleichheit zwischen sozialen Schichten, zwischen Männern und Frauen, zwischen Zentrum und Peripherie in einer Gesellschaft verbessert werden? Wer produziert die Materialien?(6) Und welche Bilder des Nordens bzw. des Südens werden geweckt, wenn in grossen Massen teures Material nach Afrika geliefert wird? Ein kritischer Umgang mit der Beziehung zwischen Bevölkerungsgruppen ist bei jedem Schritt unabdingbar.
Literatur
| Fullan Michael G. (1993), Change Forces: Probing the Depths of Educational Reform, London: The Falmer Press | |
| Glenn Russell (2000), School education in the age of the ubiquitous networked computer - Technology in Society, 22, p. 389-400. | |
| Cohen David K. (1987), Educational technology, policy and practice - Educational Evaluation and Policy Analysis, 9(2), p. 153-170 | |
| Hodas Steven (1993), "Technology refusal and the organisational culture of schools - Education Policy Analysis Archives, 1(10), (retrieved 1.12.2005 from http://epaa.asu.edu/epaa/v1n10.html) | |
| Moser-Léchot, Daniel V. (1998), Afrikaner über Schweizer Lehrmittel. Schweizer Lehrerinnen- und Lehrerzeitung, 5, S. 16-17. | |
| Poenicke, Anke (1995), Die Darstellung Afrikas in europäischen Schulbüchern für Französisch am Beispiel Englands, Frankreichs und Deutschlands, Peter Lang, Frankfurt am Main | |
| Nnana, Marie-Claire (1995), Livres scolaires - vers une guerre nord-sud? L'Afrique doit produire ses livres, Afrique Education, 13, p. 17-19 |
