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Stärken, Probleme und Herausforderungen
 
Der letzte Punkt der Umfrage gab den Kantonen die Möglichkeit, ihre Bemerkungen zu den F2-Ausbildungen zu machen und vor allem, Stärken und Schwächen der Ausbildungen hervorzuheben.
 
Stärken
Die Stärken können folgendermassen zusammengefasst werden:
 
ListenpunktOrganisation der Ausbildungen
Als erstes wird die Struktur der Ausbildung hervorgehoben (5). Dabei werden die organisatorischen Aspekte in den Schwächen nur selten erwähnt. Man kann das als Zeichen werten, dass auf diesem Niveau die verschiedenen Konzepte den verschiedenen kantonalen Gegebenheiten generell entsprechen.
ListenpunktAusbildungsangebot
Das Ausbildungsangebot wird ebenfalls von mehreren (5) Kantonen als positiv bewertet. Obwohl die Vielfalt des Angebots, sein individueller Charakter oder die Tatsache, dass es praxisorientiert ist positiv bewertet werden, darf man dennoch nicht vergessen, dass mehrere Antworten seine Schwächen auf pädagogischem und didaktischen Sektor beklagen. (s. infra).
ListenpunktWeitere Stärken
Kooperationen und interkantonaler Austausch werden ebenfalls als positiv hervorgehoben (2). Als weitere Stärken werden die Möglichkeit - dank der Unterstützung des Bundes - gewertet, Personen aus der gesamten Schweiz und dem Ausland zu engagieren (1), die Häufigkeit der Ausbildungen (1), die Infrastruktur (1) und die Rolle der Initiativen und die Förderung auf nationalem Niveau (1).
 
Schwächen
Die Bedenken bezüglich der Ausbildungen der antwortenden Personen lassen sich im Wesentlichen in zwei Hauptpunkte einteilen:
 
ListenpunktDer temporäre Rahmen von PPP-SiN
Der erste Aspekt ist die zeitliche Begrenzung bis 2007, die vom Gesetz festgelegt wurde und die eine negative Auswirkung auf das Ausbildungsangebot hat (4). Die grösste Gefahr für die Ausbildungen der Lehrpersonen in ICT besteht darin, dass die F3-Ausbildungen offiziell mit der Einstellung von der Initiative Private Public Partnership PPP-SiN Schule im Netz enden. Sollten keine Folgeprojekte eingeplant werden, ist zu erwarten, dass ein Mangel an qualifizierten Ausbildern auftritt, bevor die ersten Jahrgänge von Lehrpersonen die PHs verlassen, die bereits in den Genuss von obligatorischen Grundausbildungen in ICT und Medienpädagogik kamen.
Damit geht auch die Gefahr einher, dass sich eingefahrene "Seilschaften" aus Lehrpersonen, die sich interkantonal in F3-Ausbildungen trafen und diesen Kontakt gehalten haben, aus den Augen verlieren würden, was ein schweizweites Netzwerk an Lehrpersonen im Internet schwächen  würde.
ListenpunktUngenügende Integration von ICT in den Unterricht
Der nächste Schwachpunkt ist die immer noch ungenügende Integration von ICT in den Unterricht der Lehrpersonen (4). Die Abwesenheit klarer Direktiven für den Lehrplan und die Tatsache, dass ICT nicht zu den Prioritäten der Schulleitungen gehört, werden als Gründe angegeben für die Verzögerung einer Integration von ICT in den Unterricht.
ListenpunktPädagogisch-didaktisches Defizit
Ein weiterer Schwachpunkt, der von mehreren Kantonen (3) angegeben wurde, ist das pädagogische und didaktische Defizit der Ausbildungen.

Weitere Schwachpunkte
Listenpunktein Bedauern darüber, dass wegen des benutzten Equipments Schule und Ausbildung zur Werbefläche für proprietäre Software werden (1);
ListenpunktDie unklare Art, in der die Lernenden ihre Kompetenzen evaluieren (1);
ListenpunktDie Tatsache, dass es wünschenswert gewesen wäre, den Lehrpersonen mehr Kurse anzubieten, aber wegen der zahlreichen Wiederholungen mussten die Kurse supprimiert werden (1);
ListenpunktDie generelle Natur der kantonalen Konzepte, die nicht auf alle speziellen Bedürfnisse eingehen konnten (1);
ListenpunktDas Fehlen eines interkantonalen Kursrahmens (1);
ListenpunktDie ungenügende Infrastruktur in manchen Schulen (1);
ListenpunktDie Beschränkung finanzieller Ressourcen (1);
ListenpunktSchwierigkeiten, Kooperationsformen mit anderen Kantonen zu finden, vor allem aufgrund sprachlicher Barrieren (1);
ListenpunktPersonalmangel (1);
ListenpunktZeitraubende Koordination von administrativen Fragen zwischen Kantonen sowie Bund und Kanton (1).