educaeducanet²educashopeducajobpisa2009.educa.cheducahelpeducatechstipendieneducaguides
educa.ch Logo
deutschfrançaisitalianorumantschenglishSitemap
Suchen
AktuellesUnterrichtLehrberufBildungssystemeBerufsbildungSonderpädagogikInternational
Home > Bildungssystem > Das schweizerische Bildungssystem > Bildungspolitischer Hintergrund > 
Drucken
Schweizerisches Bildungswesen: Was ist neu?
 
Auf allen Ebenen des Bildungswesens sind zurzeit Reformen im Gange: Wesentliche politische Ziele im Bildungsbereich für die nächsten Jahre sind, die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu gewährleisten und die Mobilität im Bildungsbereich zu erleichtern.
 
Reformbereiche
Dies bedeutet konkret:
 
Listenpunktum das schweizerische Bildungssystem als Ganzes sicht- und führbar zu machen, bauen Bund und Kantone ein nationales Bildungsmonitoring auf; dabei werden Informationen über das Bildungssystem systematisch gesammelt und aufbereitet. Das Bildungsmonitoring dient als Grundlage für die Bildungsplanung und bildungspolitische Entscheide sowie für die Rechenschaftslegung und öffentliche Diskussion;
Listenpunktdie obligatorische Schule harmonisieren, indem für bestimmte Fachbereiche zu bestimmten Zeitpunkten Bildungsstandards festgelegt und regelmässig überprüft werden; zusätzlich werden wichtige Eckwerte der obligatorischen Schule wie früherer Schuleintritt und Flexibilisierung der Einschulung in einer neuen Interkantonalen Vereinbarung zur Harmonisierung der obligatorischen Schule definiert;
Listenpunktdie Sprachkompetenzen stärken und fördern, indem der Sprachenunterricht (lokale Erstsprache, Landessprachen, Englisch) landesweit koordiniert wird, früher einsetzt und evaluiert wird;
Listenpunktallen Jugendlichen einen Abschluss auf der Sekundarstufe II ermöglichen und den Übergang von der obligatorischen Schule zur Sekundarstufe II optimieren;
Listenpunktauf allen Bildungsstufen die Verwendung der Informations- und Kommunikationstechnologien als Arbeitsinstrument der Lernenden und Lehrenden weiter fördern;
Listenpunktdie Professionalität der Lehrerinnen und Lehrer durch eine optimale Gewinnung und Ausbildung von Lehrpersonen sowie durch die Erweiterung der Berufsperspektiven im Lehrberuf stärken;
Listenpunktdurch eine ganzheitliche Hochschulgesetzgebung und -steuerung eine Neugestaltung der Hochschullandschaft vorantreiben und im Zuge der Bologna-Deklaration zweistufige Studiengänge mit Bachelor- und Master-Abschlüssen in allen Hochschulen einführen.
 
Rechtliche Grundlagen
Bezüglich rechtlicher Grundlagen können folgende Aufgabenfelder genannt werden:
 
ListenpunktMit der Einführung des neuen Berufsbildungsgesetzes (in Kraft seit 1.1.2004) sind nun die Umsetzungsarbeiten im Gange.
ListenpunktDie Neuregelung der Finanzzuständigkeiten und des Lastenausgleiches zwischen Bund und Kantonen (NFA) führt u. a. zu organisatorischen und finanziellen Änderungen im Sonderschulbereich und dem Stipendienwesen: Im Bereich der Sonderschulung übernehmen die Kantone die alleinige organisatorische und finanzielle Verantwortung der Sonderschulung für Kinder und Jugendliche bis zum erfüllten 20. Altersjahr. Im Bereich der Finanzierung von Ausbildungsbeihilfen übernehmen die Kantone die volle Verantwortung und Finanzierung für Ausbildungsbeihilfen bis und mit Sekundarstufe II.
Listenpunkt2004 ist ein Entwurf zu einer neuen Bildungsverfassung (Bildungsrahmenartikel) vorgelegt und im Anschluss überarbeitet worden. Die parlamentarische Beratung der Vorlage erfolgt im Herbst 2005. Die Volksabstimmung wird auf Ende 2006 angestrebt. Ein zentrales Anliegen ist die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen. Der Verfassungstext benennt verschiedene Bereiche, für die gesamtschweizerisch einheitliche Lösungen bestehen müssen: Schuljahresbeginn, Dauer der Bildungsstufen, Übergänge zwischen Bildungsstufen und Anerkennung aller Abschlüsse. Erreichen die Kantone untereinander oder die Kantone zusammen mit dem Bund keine einheitliche Lösung über Koordination, dann kann der Bund diese wichtigen Eckwerte selber regeln. Die neue Bildungsverfassung erhält auch einen neuen Hochschulartikel.
ListenpunktIm Zusammenhang mit der Hochschullandschaft Schweiz 2008 ist die Erarbeitung eines Gesetzes geplant, das auf einer verfassungsrechtlich soliden Basis den gesamten Schweizer Hochschulbereich (ETH, kantonale Universitäten, Fachhochschulen [FH]) einheitlich regeln soll. Die neue Hochschulgesetzgebung ist für 2008 vorgesehen.
 
Weitere Informationen zu Bildungsreformen
 
Externer LinkSchweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK)
Externer LinkBundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT)
Externer LinkNeues Berufsbildungsgesetz nBBG
Externer LinkStaatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF)
Externer LinkHochschullandschaft Schweiz 2008
Externer LinkSchweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung SKBF
Externer LinkNeugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA)
Externer LinkEntwicklungen Fachmittelschulen: Konzept und Rahmenlehrplan Fachmittelschulen (FMS)
Externer LinkEvaluation der Maturitätsreform
Externer LinkBologna Reform