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Anschaulichkeit
 
eLearning-Programme nehmen häufig für sich in Anspruch, besonders anschaulich zu sein und dadurch einen höheren Erfolg beim Lernen zu erreichen. Aber: "Diese Versuche, die Überlegenheit einer Klasse von multimedialen Lernangeboten wegen ihrer Anschaulichkeit nachweisen zu wollen, sollten aufgegeben werden." (Schulmeister 1996, S. 392).

Einsatz
Zunächst muss bei medialen Programmen entschieden werden, wovon viel eingesetzt werden muss (viele Geräte, viele Sinneskanäle, viele Symbole, viel Dynamik, viel Interaktivität), um Anschaulichkeit zu erreichen. Die Antwort bleibt unklar, allerdings kann man sagen, dass die grösste Anschaulichkeit mit konkreten Objekten erreicht wird. (Hassebrod 1995)

Praxisnähe
Der Einsatz von vielfältigen und unterschiedlichen Mitteln erreicht zunächst eine hohe Motivation, Interesse und Neugier. Erfahrungen mit multimedialen Programmen zeigen aber, dass dieser Effekt rasch erlahmt und leicht ins Gegenteil umschlägt. Nachhaltige Anschaulichkeit erzielt man eher durch eine grosse Nähe zum Erfahrungsbereich und zur Praxis des Lernenden. Dadurch tritt die praktische Erfahrung des Lernstoffes deutlicher hervor.
Das Zusammenspiel von medialen Mitteln mit den individuellen Voraussetzungen und Erwartungen des Lernenden ist so komplex, dass man keine einfachen Aussagen über Anschaulichkeit machen kann. (Weidenmann 1997, S. 204)