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Blended Learning und hybride Lernarrangements
 
Das Glossar der American Society for Training and Development (ASTD) definiert Blended Learning folgendermassen: "Blended learning: Learning events that combine aspects of online and face-to-face instruction"

Kerres (2001) verwendet den Begriff des "hybriden Lernarrangements". Gemeint ist die Mischung aus mediengestütztem Unterricht und Präsenzlernen. In der Definition der ASTD ist der Medieneinsatz allerdings auf Web Based Training (WBT) beschränkt (Online Learning).

Kerres und Jechle (1999) haben einigen didaktisch-methodischen Organisationsformen jeweils eine entsprechende Online-Variante gegenüber gestellt:
 
 
BestandteilBeispiele für die OrganisationTelemediale Variante
1.Vortrag mit DiskussionFrontalunterricht in Seminarraum, HörsaalRundfunk, Video auf Abruf (digitales Fernsehen, Internet etc.), Videokonferenz
2.SelbstlernaktivitätPrint-, AV-Medien (Kassette), Multimedia (CD-ROM, DVD) am Arbeitsplatz, im Selbstlernzentrum oder zu HauseRundfunk, WWW-Seiten
3.Kooperatives LernenPartner- und Gruppenarbeit (inhaltsbezogen)Computer mediated communication/conferencing (CMC), Groupware-basierte Kooperation
4.Tutoriell betreutes LernenMentoren-Modelle (auch: Peer-Tutoren)Tele-Coaching, Tele-Tutoring
5.Kommunikatives / soziales LernenGruppenansätze (Team-Building, Gruppenfeedback, Metakommunikation etc.)Internet-Café, Chat-Räume, Diskussionsforen
6.BeratungEinzelgespräche, InformationsveranstaltungenE-Mail, WWW
7.Tests, ZertifizierungKlausur, Prüfung, computerbasiertes (adaptives) TestenInternetbasierte Tests, Videokonferenz
 
Diese Liste ist natürlich erweiterbar. Im hybriden Lernarrangement gilt es, Präsenzlernen und Medienunterstützung in didaktisch sinnvoller Weise zu kombinieren. Hier wird besonders deutlich, dass die Technik im Dienste der Didaktik stehen und nicht zum Selbstzweck werden soll.