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Gender und ICT : zweiter Teil des Seminars in Thun
 
Das zweite zweitägige Modul des Seminars "Gender und ICT", organisiert vom Interkantonalen Koordinationsbüro der EDK mit Unterstützung des BBT, fand am 14. und 15. September in Thun statt. Fünfundzwanzig Personen, fast ein Drittel Männer, trafen sich in Thun. Diese Arbeitstage waren die Fortsetzung der Arbeiten vom 4. und 5. Mai. Die erste Tageshälfte war Monitoring-Tools zur Projektüberwachung und einem ICT-Projekt zur Chancengleichheit von Frau und Mann gewidmet. Nach dem Ende dieses ersten Ausbildungszyklus waren die Teilnehmenden in der Lage, sich konkrete Gedanken über die Institutionalisierung der Gender-Perspektive und ihrer Integration in das Management von ICT-Projekten zu machen.
 
Austausch von Praxiserfahrungen
Der Akzent dieses zweiten Zyklus lag hauptsächlich auf dem Austausch von Praxiserfahrungen in Ausbildung und Unterricht. Die Feststellung des Ungleichgewichts zwischen Gleichstellung und Ungleichstellung zwingt zum Nachdenken darüber, wie man diesem Zustand im Unterricht abhelfen kann, welche Strategien man anwenden muss, um nicht in stereotype Denkmuster zu verfallen, sondern um den ergänzenden Faktor hervorzuheben. Die Broschüre des BBT, "e-quality-learning", ist in diesem Punkt ein wichtiger Faktor. Verschiedene Beispiele, darunter das Modul Genre et ICT aus der F3-Weiterbildung im Tessin, wurden vorgestellt und analysiert.

Forschung
Ein weiterer schweizweiter Rundblick wurde auf Forschung und Studien in diesem Gebiet geworfen. Die mittelfristigen Resultate einer Umfrage in Walliser Berufsschulen wurden genau so offen dargelegt und diskutiert, wie die Nutzung eines Beobachtungsrasters im klassischen Frontalunterricht.

Netzwerk stärken
Der Arbeitsgruppe wurde bewusst, dass sich Gender-Kompetenz im respektvollen Austausch untereinander manifestiert. Um weiter zu kommen, ist es nötig, sich um unterstützende Massnahmen zu bemühen und das eigene berufliche Umfeld unter die Lupe zu nehmen. Zum Schluss fragten sich alle Teilnehmenden, wie man Förderer oder Förderin der Genderfrage in ICT oder proaktiv bei der gender-Perspektive in ICT-Schulprojekten. Einige Entscheidungen wurden getroffen, wie beispielsweise einen "Reflexionsraum" auf educanet2 zu eröffnen.  Obendrein wurde ein weiterer Tag für den Erfahrungsaustausch im Jahr 2005 verlangt, um die jetzigen Erfahrungen zu vertiefen und das Netzwerk zu stärken.
 
Weiterführende Links
 
Externer LinkPublic Private Partnership - Schule im Netz (PPP-SiN) Seminar "Gender und ICT"
Externer LinkLeitfaden "e-quality-learning", BBT