Technische Grundlage für Open Content
Die Speicherung von Information, insbesondere von Texten, erfolgt zur Zeit häufig in einem proprietären, oft binären Dateiformat einer Office Suite. Untereinander sind die Dateiformate meist problemlos konvertierbar. So lässt sich etwa eine Tabellenkalkulation einfach in ein Textdokument integrieren, eine Bilddatei in ein Textdokument etc.
Schwierigkeiten ergeben sich allenfalls dann, wenn ein Dateitransfer erfolgen soll, welcher vom Hersteller der Office Suite nicht vorgesehen war. Da die interne Struktur der Daten für den Benutzer in aller Regel verborgen bleibt, ist man als Anwender darauf angewiesen, dass der Hersteller der Office Suite die notwendigen Import- und Exportmöglichkeiten zur Verfügung stellt.
Bei der Konvertierung in "neutrale" oder "universelle" Dateiformate, wie etwa dem Rich Text Format (RTF) oder bei Dateien mit durch Kommata getrennten Werten (CSV), gehen häufig wichtige Formatierungsinformationen verloren.
Offene Dateiformate
Damit auch in Zukunft der Zugriff auf Dateien und die darin enthaltene Information zuverlässig gesichert bleibt, sind verschiedene Hersteller alternativer Office Suite Programmen dazu übergegangen, einen offenen de facto-Standard zu entwickeln und zu unterstützen. In diesem Zusammenhang ist der Standard "The Open Document Format" zu nennen, welcher von der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS) getragen wird. Diese Dateiformate werden beispielsweise von KOffice, OpenOffice.org, AbiWord u.a.m. unterstützt.
Kein Source Code für Inhalte
Für Inhalte gibt es an sich keinen Source Code wie bei Software. Deswegen passen Lizenzen wie z.B. die GNU General Public License wenig für Inhalte. Auch für Inhalte kann die technische Ebene aber als Kriterium der Offenlegung herangezogen werden, insbesondere Dateiformate. Bei Offenlegung eines Textes in einem proprietären Format müsste – dem Prinzip der Open Source Software folgend – der Text gleichzeitig alternativ in einem freien Dateiformat (bspw XML oder TXT) verfügbar gemacht werden.
Opaque und transparente Kopien
Dieses Analogie stellt z.B. die GNU Free Documentation License her, indem zwischen opaquen Kopien (entsprechend dem Objektcode) und transparenten Kopien (entsprechend dem Source Code) unterschieden wird:
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eine transparente Kopie ist eine solche in einem generell zugänglichen Speicherformat, die von beliebigen Textverarbeitungsmaschinen gelesen werden kann und darin bearbeitet werden kann (für aus Pixeln zusammengestellten Bildern von standardmässigen Zeichnungsprogrammen etc.).
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eine opaque Kopie liegt nach der FDL vor, wenn die Kopie nicht transparent ist. Opaque Kopien müssen von einer transparenten Kopie begleitet werden, wenn das Werk in einer Zahl von über 100 Exemplaren gedruckt wird. Alternativ besteht die Möglichkeit, eine transparente Kopie zum Download anzubieten, wobei die Download-Möglichkeit während der Dauer eines Jahres bestehen muss, nachdem die letzte opaque Kopie direkt durch den Herausgeber oder durch seine Hilfspersonen der Öffentlichkeit überlassen wird.


