Organisation

Grafik mit Wendeltreppe und Puzzleteilen

Der Aufbau der Kurse und Lehrgänge, die zeitliche Beanspruchung, Formen von Leistungsnachweisen etc. sind sehr unterschiedlich und abhängig von der gewählten Weiterbildung. Seit Mitte der 1990er-Jahre hat sich im schweizerischen Weiterbildungswesen die modulare Ausbildung in vielen Bereichen durchgesetzt. Module sind in sich abgeschlossene Einheiten, die einzeln besucht oder mit weiteren Modulen zu Lehrgängen zusammengefasst werden können. Mehrere zusammenhängende Module können in einer bestimmten Kombination zu einem beruflichen Weiterbildungsabschluss führen. Das Modulsystem ist ein offenes und durchlässiges System.

Abschluss/Zertifikate

Weiterbildungsveranstaltungen führen mehrheitlich zu keinem Abschlusszertifikat. Die Teilnehmenden erhalten in der Regel eine Kursbestätigung.

In der Nachholbildung auf der Sekundarstufe II kann der gymnasiale Maturitätsausweis, der Fachmittelschulausweis, das eidgenössische Fähigkeitszeugnis und das eidgenössische Berufsmaturitätszeugnis erworben werden.

Auf der Tertiärstufe können private oder anerkannte Diplome oder Zertifikate erworben werden. Vermehrt Verwendung finden auch Portfolios (bspw. Europäisches Sprachenportfolio).

Im Bereich der Hochschulweiterbildung gibt es u.a. folgende Abschlüsse:

  • Master of Advanced Studies (MAS): mindestens 60 ECTS-Punkte

  • Diploma of Advanced Studies (DAS): mindestens 30 ECTS-Punkte

  • Certificate of Advanced Studies (CAS): mindestens 10 ECTS-Punkte.

Es können international anerkannte Zertifikate oder Diplome erlangt werden (u.a. beim Fremdsprachenerwerb).

Validierung von Bildungsleistungen

Berufliche oder ausserberufliche Praxiserfahrungen sowie fachliche oder allgemeine Bildung sollen gemäss dem neuen Bundesgesetz über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG) neben den üblichen Verfahren auch über andere Qualifikationsverfahren angerechnet werden können und dadurch den Zugang zu eidgenössischen Abschlüssen ermöglichen, ohne dass ein üblicher Bildungsgang durchlaufen werden muss. Im Projekt Validierung der Bildungsleistungen wird ein gesamtschweizerisches System zur Anerkennung und Validierung der persönlich und beruflich erworbenen Kompetenzen erarbeitet.

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