Vertragsinhalte

Besonderheiten des Rahmenvertrags

Der zwischen educa.ch und Microsoft vereinbarte Rahmenvertrag verfügt über folgende zentrale Aspekte:

  • Grundlagen für Rechtssicherheit geschaffen

    Auf Einzelverträge die durch Schulen bei einem Beitritt zum Rahmenvertrag abgeschlossen werden, kommt schweizerisches Recht und als Gerichtsstand die Stadt Bern zur Anwendung. Damit ist eine der zentralen rechtlichen Anforderungen auf Rahmenvertragsebene erfüllt.

  • Datenschutzkonforme Nutzung von Onlinediensten ermöglicht

    Die Nutzung von Online-Diensten setzt voraus, dass Daten auf Rechnersystemen von Auftragsnehmern – in diesem Fall der Microsoft Corporation – verarbeitet werden. Als Fachagentur ist es für educa.ch eine Verpflichtung, ihr Augenmerk auch auf die datenschutzrechtliche Situation zu richten. Hierzu arbeitet educa.ch eng mit der Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten «privatim» zusammen, um relevante Vertragsinhalte zu identifizieren und diese in Bezug auf die datenschutzrechtlichen Anforderungen der kantonalen Gesetzgebungen zu prüfen. Diese Prüfung ergab, dass verschiedene Online-Dienste diese Anforderungen erfüllen, einige jedoch nicht oder nur teilweise. Für welche Online-Dienste die Vertragsbestimmungen im Detail gelten und für welche nicht, respektive bei welchen keine Rechenzentren mit Standort in der europäischen Union ausgewählt werden können, kann dem Merkblatt Microsoft Services - Datacenter Locations - Stand 16.05.2017 entnommen werden.

    Damit entspricht der Rahmenvertrag jetzt den von privatim definierten Rahmenbedingungen für den Einsatz von Cloud-Computing im Schulbereich

    !§ Die Neuregelung der Datenschutzbestimmungen befreit Schulen und deren Verwaltungsstellen nicht von ihrer Verantwortung, bei einem Einsatz von Microsoft- Online-Diensten zu prüfen, ob diese durch den Rahmenvertrag überhaupt abgedeckt sind und das vereinbarte Vertragswerk – unter Berücksichtigung der von den Schulen geplanten Nutzungszwecke – den Anforderungen des jeweiligen kantonalen Datenschutzrechts entspricht.

  • Cloud-Strategie langfristig planen

    Auf Nachfragen von educa.ch hat Microsoft nicht schriftlich zusichern können, dass die Lizenzen für den Online-Dienst «Office 365 Education» über die Laufzeit des vorliegenden Rahmenvertrags hinaus kostenlos bleiben. Eine Neuausrichtung dieser Angebote seitens Microsoft könnte allenfalls zu Mehrkosten bei denjenigen Schulen führen, die diese Produkte aktuell einsetzen. educa.ch empfiehlt generell, bereits vor dem Beschaffungsentscheid eine Ausstiegs-Strategie für den gewählten Cloud-Service zu erstellen.

  • Haftungsfragen werden wichtiger

    Beim Einsatz von Cloud-Computing stellt educa.ch vermehrt das Thema Haftung in den Vordergrund. Mit wachsender Nutzung digitaler Instrumente werden Cyberrisiken auch im Bildungsbereich tendenziell zunehmen. Damit steigt die Gefahr, dass auch sensible Daten in die Hände Unbefugter geraten oder verloren gehen können. Im Rahmenvertrag wurden die Haftungsbeschränkungen im Interesse der Schulen leicht verbessert.

  • Wahlfreiheit gewährleistet

    Es steht den Bildungsinstitutionen frei, ihre Produkte über den Rahmenvertrag zu beziehen oder mit Microsoft eigene Vereinbarungen auszuhandeln.

  • Heterogene Anforderungen berücksichtigt

    Ob Investitions- oder Betriebskosten: Der Rahmenvertrag ermöglicht den Bezug von Produkten auf Kauf- (SELECT PLUS Academic) und Mietbasis [Campus und Schulvertrag (CASA)] und [Open Value Subskriptionsvertrag für Bildungslösungen (OVS-ES)] und deckt damit die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bildungsinstitutionen ab.

  • Chancengleichheit gewahrt

    Die in der Vereinbarung getroffenen Mindestanforderungen kommen den föderalen Strukturen des Schweizerischen Bildungswesens entgegen. Alle teilnahmeberechtigten Schulen können dank des Rahmenvertrags Microsoft-Produkte zu ähnlichen Bedingungen beziehen.

  • Vorteilhafte Berechnung der Lizenzen beibehalten

    Die Lizenzierung erfolgt nach dem Vollzeitäquivalent, basierend auf dem Berechnungsmodell des Bundesamts für Statistik. Dieses Modell ermöglicht den Schulen signifikante Kosteneinsparungen gegenüber den Standardbedingungen.

  • Leicht erhöhte Preise zur Kenntnis genommen

    Microsoft hat das Preisniveau beim CASA EES-Vertrag abgestuft. Damit kommt es bei einem Teil der Produkte (z.B. Desktop Education) zu einer Erhöhung der Preise von durchschnittlich 5 Prozent. Der OVS-ES- und der SELECT PLUS-Vertrag verbleiben auf dem bisherigen Preislevel. Allerdings gewährt Microsoft bei OVS-ES keine zusätzlichen Rabatte mehr, was eine Erhöhung der Preise um 15 Prozent zur Folge hat, bzw. reduziert Microsoft den Preisnachlass bei SELECT PLUS von bisher 10 auf 5 Prozent.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 11.07.2017

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