Lerninhalte

Grafik mit Farbbögen und Papierrollen

Fachmittelschulen (FMS) vermitteln eine vertiefte Allgemeinbildung, fördern die Selbst- und Sozialkompetenz und bereiten durch ihre Ausrichtung auf bestimmte Berufsausbildungen an höheren Fachschulen (HF) und Fachhochschulen (FH) vor. Die Lerninhalte der Fachmittelschulen richten sich nach dem Rahmenlehrplan der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK). Dieser gewährt einen gewissen Spielraum, um auf kantonale oder lokale Voraussetzungen eingehen und ein besonderes schulspezifisches Profil erstellen zu können.

Fachmittelschulen (FMS) bieten allgemeinbildende Fächer und berufsfeldbezogene Fächer:

Der allgemeinbildende Unterricht umfasst

  • Sprachen und Kommunikation: erste Landessprache, zweite Landessprache, dritte Sprache (dritte Landessprache oder eine Fremdsprache) und Informatik

  • Mathematik und Naturwissenschaften: Mathematik, Biologie, Chemie, Physik

  • Sozialwissenschaften: Geschichte und Geografie, Wirtschafts- und Rechtskunde, Psychologie, Philosophie und Soziologie

  • Musische Fächer und Sport.

In der Mehrheit der Kantone können internationale Fremdsprachenzertifikate erworben oder entsprechende Vorbereitungskurse besucht werden. Der Fachmittelschulausweis kann neu auch in zwei Sprachen erworben werden (certificat bilingue).

Berufsfeldbezogene Fächer...

vermitteln berufsspezifische Grundkenntnisse eines bestimmten Berufsfeldes und bereiten auf Ausbildungen in folgenden Bereiche vor: Gesundheit, Soziale Arbeit, Pädagogik, Kommunikation und Information, Gestaltung und Kunst, Musik und Theater sowie Angewandte Psychologie. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für ein oder zwei Berufsfelder, der berufsfeldbezogene Unterricht beginnt im zweiten Schuljahr. Zusätzlich sind ein Praktikum und eine selbstständige Vertiefungsarbeit zu einem bestimmten Thema obligatorische Bestandteile der Fachmittelschulausbildung. Mehrheitlich bieten die Fachmittelschulen (FMS) den berufsfeldbezogenen Unterricht nicht in allen Bereichen an. In den meisten Kantonen bereiten sie vor allem auf die Berufsfelder Gesundheit, Soziales und Pädagogik vor.

Fachmaturität

Für den Erwerb der Fachmaturität müssen eine Fachmaturitätsarbeit und je nach Berufsfeld verschiedene Zusatzleistungen in Form von Praktika im gewählten Berufsfeld, praktischen individuellen Leistungen bzw. einer ergänzenden Allgemeinbildung für das Berufsfeld Pädgogik erbracht werden. Das Reglement über die Anerkennung der Abschlüsse von Fachmittelschulen sowie EDK-Richtlinien definieren für die verschiedenen Berufsfelder die erforderlichen zusätzlichen Leistungen.

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