International

educa.ch, in ihrer Rolle als Fachagentur für ICT und Bildung, vertritt die Schweiz im European Schoolnet (EUN). Mit seinen Mitgliedern bestehend aus 30 europäischen Bildungsministerien ist das Ziel dieses Netzwerks, die Innovation in der Bildung zu fördern. Durch ihre Mitgliedschaft will die Schweiz Synergien mit europäischen Akteuren entwickeln und Good Practice-Beispiele entwickeln.

Schweizerische Vertretung

educa.ch vertritt die Schweiz in folgenden strategischen und organisatorischen Einheiten sowie Arbeits- und Expertengruppen des EUN:

  • Steering Committee: Das Steuerungskomitee des EUN, bestehend aus einem Vertreter jedes EUN-Mitgliedslandes, entscheidet über die politische und strategische Ausrichtung. Es verabschiedet das Tätigkeitsprogramm und das Budget der Organisation.

  • Board of Directors: Der Verwaltungsrat des EUN beschäftigt sich mit administrativen und finanziellen Fragen. Die Schweiz nimmt hier gemeinsam mit Belgien, Frankreich, Italien, Norwegen, Polen und Portugal Einsitz.

  • Learning Resource Exchange Subcommittee (LRE): Gegründet 2010, leitet und entwickelt das Komitee eine Dienstleistung des EUN. Die Plattform LRE stellt Schulen digitale Lehr- und Lernressourcen aus verschiedenen Ländern und von verschiedenen Anbietern zur Verfügung.
    Learning Resource Exchange

  • Interactive Classroom Working Group (ICWG): Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Themenbereiche zu erforschen, Erfahrungen auszutauschen und politische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Integration einer breiten Palette von Technologien in den Unterrichtsräumen sowie deren Auswirkungen auf Lehren und Lernen zu thematisieren. Die Fachstelle fri-tic vertritt die Schweiz in dieser Arbeitsgruppe, die sich aus den Mitgliedern Österreich, Estland, Finnland, Irland, Litauen, Norwegen und Portugal zusammensetzt.
    Interactive Classroom

Country Reports
educa.ch erarbeitet seit 2009 den nationalen Bericht zu ICT und Bildung (Country Report on ICT in Education). Der EUN-Bericht erscheint alle zwei Jahre auf Englisch und gibt einen Überblick der wichtigsten Entwicklungen für die obligatorische Schule und die Sekundarstufe II. Er gestattet den Vergleich mit anderen Ländern. Der Letzte Bericht erschien 2015.

Teilnahme an europäischen Projekten (2010–2015)

educa.ch hat an den europäischen Projekten iTec (Innovative Technologies for an Engaging Classroom) und Scientix (The community for science education in Europe) des European Schoolnet (EUN) teilgenommen.

iTEC: Wir bauen das Klassenzimmer der Zukunft (2010-2014)
iTEC war ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit dem Ziel, die Nutzung von ICT und Medien im Unterricht der obligatorischen Schule und der Sekundarstufe II zu verändern und zu intensivieren. Finanziert von der Europäischen Kommission, haben sich 26 Partner an dem Pilotprojekt beteiligt, darunter Bildungsministerien, Technologieanbieter und Forschungsinstitutionen. In diesem Rahmen wurden in 2'624 Schulklassen in 20 europäischen Ländern (rund 50'000 Schülerinnen und Schüler) pädagogische Ressourcen getestet.

Das Ergebnis der Evaluierung zeigt, dass der Ansatz des iTEC-Projekts einen beträchtlichen Einfluss auf Lernende und Lehrpersonen hatte. Es erlaubte zudem, auf die europäischen und nationalen Bedürfnisse in den Bereichen Arbeitsmarktfähigkeit der Jugendlichen und Lebenslanges Lernen einzugehen. Die am Projekt beteiligten Lehrpersonen sind obendrein der Meinung, dass der Ansatz des iTEC-Projekts den Lernenden geholfen hat, digitale Kompetenzen und eine grössere Palette von Kompetenzen für das 21. Jahrhundert zu entwickeln. Darunter zählen vor allem selbständiges Lernen, kritisches Hinterfragen, Problemlösungsfindung, Kommunikation und Zusammenarbeit sowie Kreativität und digitale Literalität. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sind der gleichen Ansicht. Die Lernenden wurden während ihrer Teilnahme am iTEC-Projekt bewusst aufgefordert, eigenständiger zu handeln und mitverantwortlich für ihre Lernerfolge zu werden. Diese neue Rolle im Schulzimmer hatte einen positiven Effekt auf ihre Motivation. Ganz allgemein haben die Aktivitäten im Rahmen des Projekts dazu beigetragen, verschiedene Prüfungen erfolgreich abzulegen.

iTEC : Design the future classroom
Wir bauen das Klassenzimmer der Zukunft - Erkenntnisse aus dem iTEC-Projekt (pdf)

Scientix (2013-2015)
Das Projekt Scientix wurde 2009 von der Europäischen Kommission lanciert und finanziert. Sein Ziel war die Einrichtung einer Plattform, die die Verbreitung und den regelmässigen Austausch von Ressourcen, Know-how und Good Practice-Beispielen für den MINT-Unterricht (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in Europa erleichtert. Im Rahmen von Scientix wurden 29 nationale und zwei europäische Konferenzen organisiert.

Die Schweiz hat an der zweiten Projektphase (2013-2015) teilgenommen. Durch diese Teilnahme wurde die Plattform Scientix von sogenannten «Botschaftern» bei den Schweizer Lehrpersonen bekannt gemacht, Webinars erstellt und der nationale und europäische Austausch gefördert. Das Projekt wurde im November 2015 mit der Organisation der nationalen Scientix-Konferenz «Scope//Days» in Zusammenarbeit mit Scienscope der Universität Genf beendet. Die «Scope//Days» boten Gelegenheit, Synergien und die Zusammenarbeit zwischen MINT-Anbietern und den Kantonen zu fördern, damit die vorgeschlagenen Massnahmen den Bedürfnissen entsprechen.

In der Schweiz werden die MINT-Aktivitäten fortgesetzt. Die Massnahmen zur Nachwuchsförderung in den MINT-Berufen werden im Rahmen der gemeinsamen politischen Zielsetzungen des Bunds und der Kantone erarbeitet. Sie sollen Abhilfe schaffen beim Nachwuchsmangel von qualifizierten Fachkräften und Kompetenzen fördern, die für das Arbeiten in der digitalen Gesellschaft nötig sind.

Scientix.eu
educa.MINT

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 16.05.2017

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