Herausforderungen
Die erfolgreiche und sinnvolle Integration von Computer und Internet im Unterricht stellen die Schuladministration, Lehrkräfte und Schüler vor grosse Herausforderungen.
Im ersten Abschnitt werden die allgemeinen Herausforderungen für die Integration der ICT im Unterricht angesprochen. Im zweiten Abschnitt folgt eine Aufzählung der Herausforderungen mit denen sich Entwicklungsländer konfrontiert sehen:
Allgemeine Herausforderungen für die Integration von ICT im Unterricht
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Konkurrenz zu anderen Aktivitäten
Die Einführung der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) ist komplex und zeitaufwendig. Da Lehrkräfte oft am zeitlichen Limit arbeiten, steht die Einführung von Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht in starker Konkurrenz zu anderen Aktivitäten.
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Komplexität
Die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht ist sehr komplex und bedarf einer sorgfältigen und klaren Einführung. Die Komplexität besteht unter anderem darin, dass die Technologie ursprünglich für die Anwendung im industriellen Arbeitsumfeld entwickelt wurde. Der pädagogische Einsatz ist nicht selbstverständlich und setzt zusätzlich gewisse technische Kompetenzen voraus.
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Limitierte finanzielle Ressourcen
Im Vergleich zu anderen Investitionen sind die Kosten für die Beschaffung sowie den Unterhalt von Informations- und Kommunikationstechnologien hoch. Da die finanziellen Ressourcen der Schulen limitiert sind, fallen die Informations- und Kommunikationstechnologien immer wieder Sparmassnahmen zum Opfer.
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Wenig Spielraum für Neues im Lehrplan
Einerseits sind die Lehrpläne meistens voll ausgelastet, anderseits ist die Ausbildungszeit der Schüler sehr wertvoll und bietet nur wenig Spielraum, um Neues auszuprobieren (siehe auch ICTs in Elementary and Secondary Education: A State of the Art Review ).
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Manko an überzeugenden Argumenten
Die Argumente für die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht sind noch nicht ausgereift. Daher ist es oft schwierig die Zuversicht der Lehrkräfte zur Integration dieser Technologien im Unterricht zu gewinnen (siehe auch ICTs in Elementary and Secondary Education: A State of the Art Review ).
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Unterschied im Entwicklungsrhythmus
Im Gegensatz zur Entwicklung der Lehrpläne, entwickeln sich die Technologien und deren Anwendungen rasant. Diese zwei unterschiedlichen Entwicklunsrythmen im Unterricht zu verknüpfen, kann eine zusätzliche Herausforderung für Lehrkräfte sein. Zum Beispiel passen neue, interessante Anwendungen nicht immer in den Lehrplan.
Spezifische Herausforderungen für Entwicklungsländer
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Sehr hohe Kosten für den Unterhalt
In Entwicklungsländern sind die finanziellen Ressourcen der Schulen oftmals noch knapper als in Industrieländern. Zwar werden in vielen Entwicklungsprojekten die Computer vom Geber geliefert, aber dies macht nur etwa 16-20% der Gesamtkosten aus. Die restlichen Kosten für den Unterhalt der Infrastruktur und die Verbindung zum Internet ist für ärmere Regionen nur sehr schwer sicherzustellen. In vielen Regionen wird der Verschleiss der Infrastruktur durch die klimatischen Bedingungen grösser, z. B. durch hohe Luftfeuchtigkeit, (siehe auch Computers in secondary schools in developing countries: costs and other issues).
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Limitiertes Internet
Vor allem in ländlichen Regionen ist die Kommunikationsinfrastruktur sehr limitiert. Oftmals gibt es keinen Strom und keine Telefonleitungen. Die Verbindung ins Internet ist sehr langsam, instabil und teuer. Somit fällt ein wichtiges Argument für die Einführung der Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht weg.
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Fehlender technischer Support
Mangels technischen Supports können viele Fehlfunktionen der Computer nicht schnell behoben werden. Dies kann bei Lehrkräften zur Frustration führen und kann die Bereitschaft, die Technologien in den Unterricht zu integrieren, stark vermindern.
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Hohe Belastung wegen Unterbesetzung
In vielen Entwicklungsländern kann die grosse Nachfrage nach gut ausgebildeten Lehrpersonen nicht gedeckt werden. Hinzu kommt die HIV/Aidsproblematik, die in vielen Regionen zu einem substantiellen Verlust von Lehrkräften führt. Die stark reduzierte Lehrerschaft zusätzlich noch mit der Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien zu belasten, ist weder möglich noch sinnvoll.
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Keine breite Abdeckung möglich
Wegen fehlender finanzieller Mittel ist das Verhältnis von Schüler zu Computer sehr gross. Hinzu kommt, dass nur sehr wenige Schüler ausserhalb der Schule Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien haben. Die Integration der Technologien im Unterricht kann sich nicht auf einer breiten Abdeckung mit Computern und Internetzugang stützen, wie es in den meisten Industrieländern der Fall ist. Folglich muss der Ansatz anders gestaltet werden.


