Glossar Urheberrecht

Das Glossar erklärt von "Aufführung" bis "Zitat" die gängigsten Fachbegriffe des Urheberrechts, vor allem im Hinblick auf seine Rolle im schulischen Umfeld.

Aufführung

Der Urheber oder die Urheberin hat das ausschliessliche Recht zu bestimmen, ob, wann und wie sein Werk aufgeführt bzw. vorgeführt wird. Das Werk wird in unkörperlicher Form einem Publikum zugänglich gemacht. Ein Theaterstück, ein Musikwerk, ein Ballett usw. wird aufgeführt, ein Film, eine Tonbildschau wird vorgeführt. Die Aufführung bzw. Vorführung kann direkt auf einer Bühne, einem Konzertsaal veranstaltet werden oder aber indirekt ab einer CD, DVD etc. beispielsweise in einer Diskothek oder im Schulzimmer abgespielt werden.

Bearbeitung

Der Urheber oder die Urheberin hat das ausschliessliche Recht zu bestimmen, ob, wann und wie das Werk abgeändert werden darf. Wer das Werk einen Urhebers/einer Urheberin abändert, muss dafür vorgängig die Rechte einholen. Sowohl leichte als auch grössere Veränderungen des Wortlautes eines Textes gelten als Bearbeitung. Auf der schweizerischen 10 Franken Note, sind verschiedene Werke von Corbusier übereinander verschoben abgebildet (Fälschungssicherung). Auch dies ist eine Form der Bearbeitung eines Werkes.

Computerprogramme

Computerprogramme gelten als Werke im Sinne des Urheberrechtsgesetzes. Sie sind 50 Jahre geschützt. Für sie gelten teils abweichende Regelungen: so gelten die Schranken des Eigengebrauchs dafür nicht (d.h. private Kopien sind nicht erlaubt), sie dürfen nicht vermietet werden und die Rechte an Computerprogrammen gehen im Falle von Arbeitsverhältnissen von Gesetzes wegen auf den Arbeitgeber über.

Copyright

Der Vermerk © für Copyright weist auf den Inhaber/die Inhaberin an den Rechten des betreffenden Werkexemplares (z.B. Verlag) hin. Bei ihm können die Rechte für bestimmte Nutzungen eingeholt werden. Bei Bildern können diese Rechte in der Regel bei der ProLitteris eingeholt werden.

Domaine publique

Nach Ablauf des Urheberrechtsschutzes ist ein Werk urheberrechtlich frei und es darf ohne weiteres verwendet werden, ohne dass vorgängig die Rechte für die Nutzung eingeholt werden müssen.

EDK

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren ist der Zusammenschluss der 26 kantonalen Erziehungsdirektorinnen und Erzie-hungsdirektoren (in einigen Kantonen: Bildungsdirektorinnen, Bildungs-direktoren). In den Tarifverhandlungen mit den Verwertungsgesellschaften vertritt sie die öffentlichen Schulen. Zudem besorgt sie für die ganze Schweiz (via Kantone) das Inkasso der Abgaben gemäss den Gemeinsamen Tarifen 7, 8 und 9. Beim Gemeinsamen Tarif 7 rechnet auch das Fürstentum Liechtenstein über die EDK ab.

Eigengebrauch

Veröffentlichte Werke dürfen zum Eigengebrauch verwendet werden. Grundsätzlich hat der Urheber, die Urheberin das ausschliessliche Recht zu bestimmen, ob, wann und wie das Werk verwendet wird. Das Gesetz schränkt dieses Recht des Urhebers, der Urheberin im Rahmen des Eigengebrauchs jedoch ein und erlaubt bestimmte Nutzungen ohne Anfrage beim Urheber bzw. der Urheberin. Dazu gehört jede Werkverwendung im Privatgebrauch: Personen, die unter sich eng verbunden sind wie Verwandte und Freunde, aber auch jede Werkverwendung der Lehrperson für den Unterricht in der Klasse. Die Betriebe, die öffentliche Verwaltung usw. dürfen Werke für die interne Information und Dokumentation vervielfältigen. Die Werkverwendung im Privatbereich ist mit Ausnahme der Leerträgerentschädigung vergütungsfrei. Für Nutzungen in Schulen, Betrieben etc. ist demgegenüber eine Urheberrechtsentschädigung über die Verwertungsgesellschaften zu entrichten.

Elektronische Kopien

Es handelt sich um Vervielfältigungen in digitaler Form. Sie können mittels Einscannen, Herunterladen ab Internet oder als Kopie ab einem Ton- oder Tonbildträger (CD, CD-Rom, DVD etc.) hergestellt werden. Elektronische Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken beschränkt auf das Intranet einer Schule sind erlaubt. Die Urheberrechtsentschädigungen werden durch die ProLitteris bei der EDK eingezogen (Gemeinsamer Tarif 9).

Fotokopien

Vervielfältigungen mittels Fotokopiergerät oder ähnlichen Geräten dürfen ohne Anfrage beim Urheber/bei der Urheberin oder beim Verlag im Rahmen des Unterrichts in der Klasse durch die Lehrperson, die Schüler/die Schülerinnen und die Schuladministration hergestellt werden. Die ProLitteris zieht die Fotokopierentschädigung ein (Gemeinsamer Tarif 8).

Freies Werk

Nicht geschützte Werke sind Gesetze, Verordnungen, andere amtliche Erlasse, Zahlungsmittel, Entscheide und Berichte von Behörden. Nicht mehr geschützt sind Werke und Darbietungen, deren Schutzdauer abgelaufen ist (vgl. «domaine publique).

Geistiges Eigentum

Die geistige Schöpfung eines Menschen, das heisst seine gedankliche Äusserung wird als immaterielle Leistung anerkannt. Handelt es sich um eine Schöpfung im Bereich der Literatur und Kunst, die individuellen Charakter aufweist, so geniesst diese geistige Schöpfung Urheberrechtsschutz. Man spricht daher auch von «geistigem Eigentum», das in gleicher Weise geschützt ist wie das Eigentum an materiellen Gütern.

Gemeinsamer Tarif

Die Verwertungsgesellschaften stellen für die geforderten Urheberrechtsvergütungen Tarife auf. Sind mehrere Gesellschaften von der Nutzung betroffen, so haben sie für die Nutzung von Gesetzes wegen einen gemeinsamen Tarif aufzustellen und eine Gesellschaft als die inkassoführende Verwertungsgesellschaft zu bestimmen.

Institut für Geistiges Eigentum

Das Institut für Geistiges Eigentum (IGE) gehört zum Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) und ist Aufsichtsbehörde über die Verwertungsgesellschaften. Es wacht darüber, dass die Verwertungsgesellschaften ihren Pflichten nachkommen und genehmigt ihre Geschäftsberichte und Verteilreglemente.

Interpret/in

Als ausübender Künstler/ausübende Künstlerin genannt wird die Person, welche ein Werk darbietet wie zum Beispiel Schauspieler/innen, Musiker/innen. Manchmal ist diese Person zugleich Urheber/Urheberin.

Internet

Das Internet ist ein der Öffentlichkeit weltweit zugängliches Netzwerksystem.

Intranet

Das Intranet ist ein internes, geschlossenes Netzwerksystem, das nur betriebsinternen Mitarbeiter/innen, bzw. nur schulintern den Schüler/innen, Lehrpersonen und der Schuladministration zugänglich ist.

Miturheber/in

Haben mehrere Personen an der Schaffung eines Werkes mitgewirkt, so steht ihnen das Urheberrecht gemeinschaftlich zu. Wenn nichts anderes vereinbart wurde, so können die Miturheber/innen das Werk nur mit Zustimmung aller verwenden. Lassen sich einzelne Beiträge trennen und wurde nichts Gegenteiliges vereinbart, so kann jeder Miturheber/jede Miturheberin den eigenen Beitrag selbstständig verwerten.

MP3

International standardisiertes Verfahren, mit welchem sich Audiodateien auf einen Bruchteil ihrer Grösse verkleinern lassen. Diese Komprimierung ermöglicht einen schnelleren Transfer von Daten und somit den Vertrieb von Musik via Internet.

Napster

Napster war die erste Tauschbörse. Da sie dem massenhaften illegalen Austauschen vor allem von Musikdateien diente, wurde sie schliesslich auf Betreiben der Tonträgerindustrie von einem amerikanischen Gericht geschlossen.

Nutzer, Nutzerin

Nutzer ist, wer urheberrechtlich geschützte Werke nutzt, zum Beispiel indem er für den Privatgebrauch eine Musik-CD brennt oder eine Fotokopie herstellt. Grundsätzlich hat der Urheber, die Urheberin das ausschliessliche Recht zu bestimmen, ob, wann und wie das Werk verwendet wird. Das Gesetz schränkt dieses Recht des Urhebers, der Urheberin zugunsten bestimmter Nutzerinnen und Nutzer – vor allem im Bereich des Eigengebrauchs und im Bereich der Bildungsarbeit ein.

Piraterie

Als Piraterie wird jedes illegale, d.h. unrechtmässige Herstellen, Anbieten, Verkaufen, Verschenken, Importieren usw. von urheberrechtlich geschützten Ton- oder Tonbildträgern bezeichnet. Piraterie ist auch das illegale Anbieten von urheberrechtlich geschützten Werken im Internet. Illegal und unrechtmässig ist jede derartige Handlung, sofern die Inhaber/in der Rechte an den verwendeten Werken (z.B. eine Verwertungsgesellschaft oder ein Verlag) nicht ihre Erlaubnis gegeben haben und in der Regel eine Vergütung bezahlt worden ist. Wer Piraterie betreibt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen (Busse oder sogar Gefängnis).

Produzent/in

Als Produzent/innen gelten bei audiovisuellen Werken jene natürlichen oder juristischen Personen, welche für die Herstellung des Filmes verantwortlich zeichnen und sich zwecks Bündelung der Rechte von den Urheber/innen die Verwendungsbefugnisse einräumen lassen. Damit werden sie zu Inhaber/innen erworbener Urheberrechte; überdies gibt es einen Schutz der Produzierenden von Ton- und Tonbildträgern durch die verwandten Schutzrechte.

ProLitteris

ist verantwortlich für die Verwertung von literarischen Werken sowie Werken der bildenden Kunst (Gemälde, Skulpturen) und Fotografien.

Rechteinhaber/in

Das Urheberrecht ist übertragbar und vererblich. Der Urheber/die Urheberin überträgt beispielsweise dem Verlag das Recht, sein/ihr Werk in Buchform herzustellen und zu verbreiten. Der Verlag ist Inhaber der Verlagsrechte. Die Übertragung eines im Urheberrecht enthaltenen Rechtes schliesst die Übertragung anderer Teilrechte nur mit ein, wenn dies vereinbart worden ist. Die Rechte für die Bearbeitung eines Romans für eine Verfilmung muss sich der Verlag im Verlagsvertrag explizit abtreten lassen. Sonst bleiben diese Rechte beim Urheber/bei der Urheberin.

Repertoire

Jeder Verwertungsgesellschaft vertritt ein bestimmtes Repertoire geschützter Werke: Film, Musik, Bild, Text.

Sampling

Unter Sampling versteht man das Übernehmen von meistens kurzen Ausschnitten aus fremden Musikaufnahmen für eine eigene Musikproduktion. Damit man sich dieser Technik bedienen darf, muss man vorgängig die Erlaubnis der Rechteinhaber/in am Musikstück (Urheber/in oder Verlag) und an der Aufnahme (Interpret/in und Tonträgerproduzent/in) einholen , da durch das Sampling in der Regel in deren Rechte eingegriffen wird.

Schulmediathek

Jede Sammlung von Werkexemplaren (z.B. Videos oder DVDs), die mehreren Lehrpersonen zugänglich ist, stellt eine Schulmediathek dar.

Schutzdauer

Ein Werk ist urheberrechtlich geschützt, sobald es geschaffen ist, unabhängig davon, ob es auf einem Träger festgehalten ist oder nicht. Der Urheberrechtsschutz erlischt 70 Jahre nach dem Tod des (zuletzt verstorbenen) Urhebers oder der Urheberin. Bei Computerprogrammen beträgt die Frist 50 Jahre. Der Schutz der verwandten Schutzrechte erlischt 50 Jahre nach der Darbietung oder nach der Herstellung des Ton- oder Tonbildträgers oder nach der Sendung.

Société Suisse des Auteurs, SSA

verwertet die dramatischen und musikdramatischen Werke (Opern, Musicals) sowie audiovisuelle Werke.

SUISA

Die Schweizerische Gesellschaft für die Rechte der Urheber musikalischer Werke kümmert sich um nichttheatralische Musikwerke, Konzertfassungen theatralischer Werke, Musikwerke in Kino- und Fernsehfilmen.

SUISSIMAGE

ist die schweizerische Gesellschaft für die Urheberrechte an audio visuellen Werken (bewegtes Bild) wie Spiel-, Dokumentar- oder Trickfilme.

SWISSPERFORM

nimmt die verwandten Schutzrechte (Leistungsschutzrechte von Interpretinnen und Interpreten, Tonträger- und Filmproduzierenden sowie Sende unternehmen) wahr.

Tauschbörse

Eine Tauschbörse ist eine Software, die es erlaubt, bestimmte Musikstücke, Filme, Spiele und Computerprogramme von anderen Benutzern/Benutzerinnen herunterzuladen, welche die gleiche Software auf ihrem Computer installiert haben. Wer an einer Tauschbörse mitmacht, gibt in der Regel seine eigenen Dateien (Musik, Filme etc.) zum Herunterladen durch andere Benutzer/innen frei. Solche Netzwerke funktionieren weltweit über das Internet und haben mehrere Millionen Benutzer/innen. Das Mitmachen bei einer Tauschbörse ist illegal und strafbar. Die bekanntesten Tauschbörsen sind heute KaZaa, Grockster, Morpheus, Limewire, eDonkey.

Tonbildträger

Werden Bilder, Töne oder Zeichen festgelegt, so entsteht ein Tonbildträger. Oder umgekehrt verstehen wir unter einem Tonbildträger all jene Formen von Trägern, auf denen visuelle oder audiovisuelle Werke und Darbietungen oder Ausschnitte davon aufgezeichnet werden können. Klassische Tonbildträger sind etwa Videos oder DVDs. Es gibt bespielte und unbespielte Tonbildträger.

Tonträger

Tonträger ist der Sammelbegriff für alle Vorrichtungen, auf denen Töne festgehalten und mittels entsprechender Geräte hörbar gemacht werden können, unabhängig ob analog oder digital und in welchem Datenformat. Dazu gehören unter anderen CD, Schallplatte (Vinyl / LP und Single), Musikkassette und Mini-Disc.

Urheber, Urheberin

Der Urheber, die Urheberin ist die natürliche Person, die das Werk geschaf-fen hat. Sie kann vertraglich über das Urheberrecht verfügen und bestimmte Rechte abtreten (zum Beispiel an den Arbeitgeber, der dann zum Rechtsinha-ber wird). Die Urherberrechte gehen nach dem Tod an die Erben über.

Urheberrecht

Der Urheber/die Urheberin hat das ausschliessliche Recht zu bestimmen, ob, wann und wie ihre Werke verwendet werden. Dazu gehört vor allem das Recht, Werkexemplare herzustellen (Druckerzeugnisse, Datenträger usw.), zu veräussern oder sonst wie zu verbreiten, das Werk vorzutragen, aufzuführen oder anderswo wahrnehmbar zu machen, das Werk über Radio, Fernsehen zu senden und weiterzusenden.

Urheberrechtsgesellschaften

vgl. Verwertungsgesellschaften

Urheberrechtsgesetz

Das Urheberrechtsgesetz vom 9.10.1992 (in Kraft seit 1.7.93) regelt den Schutz derjenigen, die eine immaterielle Leistung erbringen: Schutz der Urheber und Urheberinnen von Werken der Literatur und Kunst, Schutz der ausübenden Künstler und Künstlerinnen, der Hersteller und Herstellerinnen von Ton- und Tonbildträgern sowie der Sendeunternehmen.

Vermietung

Die entgeltliche Überlassung eines Werkes (z.B. Buch, DVD) an einen Nutzer/eine Nutzerin (z. B. Bibliotheksbesucher/in) verlangt gemäss Gesetz nach einer Abgabe einer Urheberrechtsentschädigung. Für den Einzug dieser Entschädigung bei den Bibliotheken ist die ProLitteris zuständig.

Verwandte Schutzrechte

Verwandte Schutzrechte, auch Leistungsschutzrechte genannt, sind die im Urheberrechtsgesetz festgelegten Rechte der ausübenden Künstlerinnen und Künstler, der Tonträgerherstellenden, der Produzierenden von audiovisuellen Werken sowie der Sendeunternehmen. Der Begriff «verwandt»will die enge Nachbarschaft zum Urheberrecht zum Ausdruck bringen.

Verwertungsgesellschaften

Unter Aufsicht des Bundes nehmen die Verwertungsgesellschaften die Rechte der Urheberinnen und Urheber , der darbietenden Künstlerinnen und Künstler sowie der Rechteinhaberinnen und –inhaber wahr. Sie stellen die Tarife für die Werkverwendung auf, verhandeln diese mit den massgebenden Nutzerverbänden und legen sie der Schiedskommission zur Genehmigung vor. Auf der Basis eines von der Aufsichtsbehörde genehmigten Reglementes sind sie für die Verteilung der Entschädigungen an die Berechtigten verantwortlich. Die Verwertungsgesellschaften dürfen keinen eigenen Gewinn anstreben. In der Regel haben sie die Rechtsform einer Genossenschaft oder eines Vereins.

Werk

Werke sind – unabhängig von ihrem Werk oder ihrem Zweck – geistige Schöpfungen der Literatur und Kunst, die individuellen Charakter haben. Wer ein Werk käuflich erwirbt, ist nicht automatisch Inhaber/in der Urheberrechte. Ein Werk ist urheberrechtlich geschützt, sobald es geschaffen ist. In der Schweiz ist keine Formalität zur Begründung des Urheberrechtsschutzes nötig (wie z.B. Hinterlegung des Werkes, Registereintrag). Der Schutz besteht also ohne Formalitäten. Der Urheberrechtsschutz erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers/der Urheberin. Nach Ablauf dieser Frist darf das Werk von jedermann frei genutzt werden.

Werk zweiter Hand

Ist ein Werk, unter Verwendung eines bestehenden Werkes geschaffen worden, wobei das bestehende Werk erkennbar bleibt, so handelt es sich bei dem neuen Werk um ein Werk zweiter Hand. Das Werk zweiter Hand ist selbstständig urheberrechtlich geschützt. Darunter fallen beispielsweise Verfilmungen eines Buches, Übersetzungen, Fortsetzungsbände eines Sachbuches oder eines Romans. Der Urheber,/die Urheberin des zugrundeliegenden Werkes müssen vor der Verwendung für die Rechte angefragt werden, soweit ihr Werk noch Urheberrechtsschutz geniesst.

WIPO (World Intellectual Property Organization)

Die World Intellectual Property Organization ist die Unterorganisation der UNO für das Geistige Eigentum. Sie setzt sich weltweit für eine möglichst starke Gesetzgebung auf dem Gebiet des Urheberrechts ein. Sie verwaltet das wichtigste internationale Abkommen auf dem Gebiet des Urheberrechts, die so genannte Revidierte Berner Übereinkunft (RBÜ), und unter ihrer Leitung ist 1996 der WIPO Copyright Treaty (WCT) abgeschlossen worden, der das Urheberrecht international dem Internet-Zeitalter angepasst hat. WIPO verwaltet auch die internationalen Abkommen für die verwandten Schutzrechte wie das Rom-Abkommen von 1961 zum Schutze der ausübenden Künstler/innen, der Tonträgerhersteller/innen und der Sendeunternehmen sowie das Abkommen von 1996 über die Darbietungen und Tonträger (WPPT).

Zitat

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 12.12.2016

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