Wie kann der Fährimaa beide Ufer im Blick behalten?

Wie kann der Fährimaa beide Ufer im Blick behalten?

Wechselperspektiven auf Sprache und Rollen

Erfolgreich gestaltete interkulturelle Kommunikation umfasst die Wahrnehmung und Wahrung der Rollen aller Gesprächsbeteiligten. In jedem Gespräch wird direkt oder indirekt die unterschiedliche soziokulturelle Herkunft mitvermittelt. Deshalb wird die Fähigkeit zum interkulturellen Perspektivenwechsel in der interkulturellen Übersetzung gezielt gefördert durch Vertiefung folgender Handlungskompetenzen:

  • gewohnte Sprech- und Handlungsweisen reflektieren,

  • bewusste und unbewusste Wertungen in interkulturellen Begegnungen erkennen,

  • in spezifischen Kommunikationssituationen agieren und

  • auf mögliche Missverständnisse sowie den erforderlichen Klärungsbedarf hinwei-sen können.

Gesprächsrolle von aussen sehen

Interkulturelle Kommunikation und Vermittlung beinhaltet die Fähigkeit, aus der eigenen Rolle hinauszutreten und sie von dort zu betrachten sowie fremde Verhaltensweisen aus der Wechselperspektive wahrzunehmen. Offensein, Widersprüchliches aushalten und laufendes Hinterfragen gehören dazu, um eigene (Fehl-)Interpretationen zu vermeiden. Der Fährimaa bzw. die Fährifrau zwischen den beiden Ufern muss sich dabei stets bewusst sein, dass Sprache und Dominanz der Mehrheitsgesellschaft sowie soziokulturelle und biographische Prägungen und Geschlechterrollen aller Beteiligten ins Gespräch hineinfliessen.

Achtsam auf wesentliche Punkte sein

Um erfolgreich kommunizieren zu können, achten die Fährleute auf:

  • aktives Zuhören

    (volle Konzentration und Präsenz, ohne Interpretationen),

  • Turnover

    (Übergabe der Gesprächsführung),

  • Rollenwechsel

    (angekündigter Wechsel vom reinen Übersetzen in weitere Rollen des Übersetzens und Vermittelns).

In den Kursen ‚Em Fährimaa’ zeigt sich, dass gezieltes Berücksichtigen dieser Punkte die Qualität der Übersetzungsleistung deutlich steigert.

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