Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen

Die Ausbildung von Lehrpersonen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) stellt keine eigenständige Fachausbildung dar. Sie muss im übergeordneten Kontext des Bildungsauftrags der Schule und der Lehrpläne der einzelnen Fächer erfolgen, mit dem Ziel einer Integration der ICT in die verschiedenen Fächer. Sie ist ein wichtiger Teil der Qualitätssicherung und -förderung des Bildungssystems. Die Verantwortung hierfür liegt bei den pädagogischen Hochschulen und anderen Institutionen des Tertiärbereichs, die mit der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen betraut sind, wie das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB).

Pädagogische Hochschulen (PH) und weitere Hochschulen

Die Grundausbildung der Lehrpersonen der obligatorischen Schule und der Gymnasien liegt in der Kompetenz der Kantone. Die PH ebenso wie andere Hochschulen mit Lehrerbildung bilden Lehrpersonen aus, bieten Weiterbildungen an und führen auch praxisorientierte Forschungsprojekte durch. Die PH nimmt Bezug auf die Empfehlungen der EDK in diesem Bereich.

Die Weiterbildung der Lehrpersonen ist Teil der Leistungsverträge der PH. Bereits seit vielen Jahren werden Ausbildende geschult. In der Regel handelt es sich dabei um Ausbildungen, die gemeinsam von mehreren kantonalen Bildungseinrichtungen angeboten und gemeinsam mit den kantonalen ICT-Verantwortlichen konzipiert werden. Im Bereich der Ausbildung von Ausbildenden hat sich eine interkantonale Zusammenarbeit entwickelt. Kantonale F3Zertifikate können von der EDK auf der Grundlage des Profils für Zusatzausbildungen für Ausbildende im Bereich Medienpädagogik/ICT vom 10. Dezember 2004 anerkannt werden.

Berufsfachschulen

Die Integration der Medienpädagogik in die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen der Berufsfachschulen liegt in der Zuständigkeit des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung (EHB) sowie weiterer vom Bund anerkannter Hochschulen. Lehrpersonen für Berufsfachschulen werden gesamtschweizerisch nach einheitlichen Rahmenlehrplänen ausgebildet. In diesen Lehrplänen sind auch Standards aufgeführt, die medienpädagogische Kompetenzen voraussetzen. Medienpädagogik ist in unterschiedlicher Form Gegenstand sämtlicher Module. Dabei werden neben traditionellen Medien ganz bewusst verschiedene Internetplattformen eingesetzt, damit die Studierenden breite Erfahrungen sammeln und für den selbstverantworteten Unterricht geeignete Plattformen evaluieren und auswählen können. Grundlegende Fragen des Medieneinsatzes werden primär in der allgemeinen Didaktik erörtert, praktische Konkretisierungen finden in den fachdidaktischen Modulen statt. Die Vermittlung digitaler Kompetenzen an zukünftige Lehrpersonen muss sowohl in ihrer Grundausbildung als auch in der Weiterbildung erfolgen.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 14.03.2018

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