Warum brauchts den Fährimaa zwischen den Kulturen?
Interkulturelles Übersetzen – Aufgabe der gesellschaftlichen Integration
Die interkulturelle Übersetzung und Vermittlung erfüllt eine wichtige Aufgabe im Prozess der Integration von Migranten und Migrantinnen in unserer Gesellschaft. Deren Kontakte mit Behörden und Institutionen sind häufig durch problematische Erfahrungen belastet, die sie im Herkunftsland oder in der Schweiz gemacht haben. Dazu kommen die sprachlichen und kulturellen Verständigungsprobleme. In dieser Situation sind sowohl die Migranten und Migrantinnen als auch die kontaktierten Fachpersonen auf eine differenzierte und vermittelnde Übersetzungsarbeit angewiesen.
Interkultureller Hintergrund
Aufgrund ihrer Herkunft oder aber langjähriger Auseinandersetzung mit betreffenden Kulturen haben die interkulturellen ÜbersetzerInnen in der Regel den gleichen kulturellen und sprachlichen Hintergrund wie ihre Klientel. Zusätzlich machen sie eine Ausbildung, die mit dem Zertifikat für interkulturelle ÜbersetzerInnen abgeschlossen werden kann. Ziel ist es, "MigrantInnen den Zugang zum Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen in der Schweiz zu erleichtern und die Verständigung zwischen ihnen und den entsprechenden Fachpersonen sicherzustellen" (www.inter-pret.ch).
Das hier vorgestellte Projekt wurde bei der Asyl-Organisation Zürich durchgeführt. Diese hat damit eine Vorreiterrolle im Aufbau eines entsprechenden Kursangebots für ÜbersetzerInnen übernommen.
Critical Incidents
Die ÜbersetzerInnen verfügen zusätzlich zu sprachlichen und interkulturellen auch über spezielle kommunikative Kompetenzen aus therapieverwandten Gesprächsformen (Handling of Critical Incidents). Dieses zusätzliche Rüstzeug erwerben sie sich in den Weiterbildungskursen durch praktische Übungen in Rollenspielen.
F. Kjellström Medici: Interkulturelles Übersetzen – Balanceakt zwischen den Kulturen (PDF, 107.96 KB)
Lesen Sie weiter in der Kursumgebung
www.em-faehrimaa.ch

