Basishärten von Windows Systemen

Das Härten von Windows Systemen ist, aufgrund der unzähligen Schwachstellen, die in der Vergangenheit und Gegenwart aufgetreten sind, kein leichtes Unterfangen. Nachfolgend ein Überblick. Einige Links verweisen für interessierte Windows-Administrationen auf gute Informationsquellen zum Thema.

Zur Einstimmung soll nachstehend kurz gelistet werden welche Microsoft-Dienste auf Windows Clients (XP, 2003 und Vista) generell abgestellt werden:

Service name

display name

Enterprise Client desktop/laptop

Standalone desktop/laptop

Alerter

Alterter

Disabled

Disabled

ClipSvr

ClipBook

Disabled

Disabled

Browser

Computer Browser

Not defined

Disabled

Fax

Fax

Not defined

Disabled

MSFtpsvr

FTP Publishing

Disabled

Disabled

IISADMIN

IIS ADMIN

Disabled

Disabled

cisvc

Indexing Service

Not defined

Disabled

Messenger

Messenger

Disabled

Disabled

mnmsrvc

Net Meeting Remote Desktop Sharing

Disabled

Disabled

RDSessMgr

Remote Desktop Help Session Manager

Not defined

Disabled

Remote Access

Routing and Remote Access

Disabled

Disabled

SNMP

SNMP Service

Disabled

Disabled

SNMPTRAP

SNMP Trap Service

Disabled

Disabled

SSDPSrv

SSDP Discovery Service

Disabled

Disabled

Schedule

Task Scheduler

Not defined

Disabled

TlntSvr

Telnet

Disabled

Disabled

TermService

Terminal Service

Not defined

Disabled

Upnphost

Universal Plug and Play Device Host

Not defined

Disabled

Die Liste zeigt bereits deutlich eines der grössten Probleme, welche zu einem Grossteil für die permanent aufkommenden Schwachstellen bei Windows Systemen verantwortlich sind: die tiefe Integration der Microsoft Applikationen und Services mit dem Betriebssystem.

Nachstehend soll auf das aktuellen Client-Betriebssystem der Windows-Reihe kurz eingegangen werden. Die Server-Versionen von Windows würden den Rahmen dieses Artikels sprengen.

www.sans.org

Allgemeines – Patch Management

Einer der wichtigsten Punkte bei der Sicherung von Windows-Systemen ist das Patch-Management. Nachdem in den letzten Monaten etwas Ruhe eingekehrt ist, werden nun wieder fast auf täglicher Basis neue Sicherheits-Updates zur Verfügung gestellt. Während sich die Updates für nicht kritische Einzelgeräte relativ gut automatisieren lassen, muss man für die Server und Computerzimmer etwas mehr Aufwand betreiben.

Updates und Patches automatisieren

Für das Patch-Management in Schulen bieten sich die "Software Update Services" von Microsoft an. Das Tool ist kostenlos bei Microsoft erhältlich und kann als zentrales Update- und Patch Management System betrachtet werden. Der Vorteil hier ist vor allem in der zentralen Konfigurationsmöglichkeit zu sehen und der eingesparten Bandbreite – die Patches müssen nicht mehr für jedes System vom Internet heruntergeladen werden sondern nur einmal. Die Verteilung auf die Rechner im Computerzimmer erfolgt dann über das interne Netzwerk. Es lässt sich ausserdem festlegen, welche Sprachen und Windows-Versionen man überhaupt in Betracht ziehen will.

Eines ist jedoch eminent wichtig: Erst Testen, dann installieren. Es kommt immer wieder vor, dass sich Fehler in Sicherheits-Updates oder Service-Packs einschleichen, welche dann mehr Schaden verursachen als der Virus vor dem Sie hätten schützen sollen. Es empfiehlt sich hier, auf einem nicht-kritischen System zu testen, und dann erst in die Breite auszurollen.

www.microsoft.com/downloads

Feststellen des Status Quo

Microsoft bietet für die Analyse des Sicherheits- respektive Patch-Status von Windows Systemen einige nützliche Tools an. Einerseits ist dies der MSBA (Microsoft Baseline Security Analyzer) und andererseits das "Office Update Inventory Tool".

Der MSBA kann ein einzelnes System oder eine Reihe von Systemen in einer Domäne auf übliche Fehlkonfigurationen und fehlende Sicherheits-Patches hin untersuchen. Das Tool bietet eine graphische Oberfläche, ist aber auch in einer Kommandozeilen-Version verfügbar (für Hardcore-Admins).

Rein für das Office Umfeld bietet sich das "Office Update Inventory Tool" an, welches einzelne Systeme oder ganze Netzwerke auf den Update-Status der installierten Office-Pakete hin untersucht. Das Tool zeigt an, was installiert und was an neuen Updates verfügbar ist.

www.microsoft.com/technet/security/tools

www.microsoft.com/Downloads

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